Josef Schicklgruber

Josef Schicklgruber
Josef Schicklgruber im Netz - SC Rheindorf Altach.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 21. Juli 1967
Geburtsort AnsfeldenÖsterreich
Größe 187 cm
Position Tor
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1990–1998
1998–2001
2001–2007
2007–2008
2009
2009–
LASK Linz
SK Sturm Graz
ASKÖ Pasching
SK Sturm Graz
SCR Altach
FC Pasching
190 (0)
51 (0)
203 (0)
17 (0)
14 (0)
15 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 13. November 2009
Schicklgruber im Altach-Trikot mit der Rückennummer 80

Josef „Pepi“ Schicklgruber (* 21. Juli 1967 in Ansfelden) ist ein österreichischer Fußballtorhüter. Seit Sommer 2009 spielt er beim FC Pasching.

Karriere

Seinen ersten Vertrag als Profi unterschrieb Josef Schicklgruber 1990 beim Linzer ASK. Im Jahre 1994 blieb der damals 27-jährige LASK-Torhüter 1241 Minuten (13 Spiele) ohne Gegentor und war somit einer der Hauptverantwortlichen für den Aufstieg des Linzer Vereins in die Bundesliga. Nach neun Jahren beim LASK und einem Abstieg in die zweite Liga wechselte Schicklgruber in der Winterpause 1998/99 ablösefrei zum SK Sturm Graz.

Schicklgruber kam ursprünglich als Ersatztorhüter nach Graz. Nachdem sich die Grazer Nummer 1 Kazimierz Sidorczuk eine langwierige Verletzung zuzog, konnte sich Schicklgruber jedoch durch gute Leistungen eine so starke Position erarbeiten, dass er und Sidorczuk nach dessen Rückkehr ins Team von Trainer Ivica Osim als zwei gleichwertige „Nummer 1“-Goalies angesehen und meist abwechselnd aufgestellt wurden. Mit Sturm Graz wurde Schicklgruber einmal österreichischer Meister (1998/99) und zweimal Vizemeister (in den beiden Folgesaisonen). Schicklgruber und Sidorczuk waren Torhüter der Grazer, als diese in der UEFA Champions League eine Reihe hervorragender Spiele ablieferten und in der Saison 2000/01 als Gruppensieger in die Zwischenrunde aufstiegen.

Durch einen Vorfall in der dritten Runde des UEFA-Cups 1999/2000 erhielt Schicklgruber den langjährigen Spitznamen „Pannen-Pepi“: Im Rückspiel gegen den AC Parma führte Sturm Graz in der Verlängerung mit 3:1 und stand kurz vor dem Einzug ins Achtelfinale. Um wenige Minuten vor dem Schlusspfiff einen Eckball für die Gäste zu verhindern, versuchte Schicklberger, eine Flanke des Gegners zu fangen. Es gelang ihm tatsächlich, den Ball im Sprung sicher aus der Luft zu nehmen, doch kam er erst hinter der Torlinie zu stehen. Zwar hielt Schicklgruber den Ball dabei weit von seinem Körper weg, doch der Schiedsrichter entschied auf Tor; durch das 2:3 war nun Parma auf Grund der Auswärtstore-Regel für das Achtelfinale qualifiziert (das Spiel endete schließlich 3:3). Allerdings konnten selbst die TV-Bilder nicht eindeutig klären, ob der Ball nun in vollem Umfang hinter der Linie war oder nicht.

Im Sommer 2001 wechselte Schicklgruber in die Erste Division zum ASKÖ Pasching, mit dem er ein Jahr später in die Bundesliga aufstieg. Schicklgruber überzeugte auch in Pasching mit konstant guten Leistungen, und war somit mitverantwortlich dafür, dass sich der oberösterreichische „Dorfklub“ als FC Superfund zu einem der stärksten Vereine im österreichischen Fußball entwickelte. Nachdem sich Pasching im Frühjahr 2007 in seiner bisherigen Form auflöste (der Verein spielt seit der Saison 2007/08 als „Neugründung“ unter dem Namen SK Austria Kärnten in der Bundesliga), und viele Spieler den Verein verließen, wechselte auch Schicklgruber mit 21. Juni 2007 zurück zum SK Sturm Graz. Dort konnte er jedoch nicht mehr mit einem Einsatz als Nummer 1 rechnen – in der Herbstsaison 2007 musste er sich mit der Rolle des Ersatztorhüters hinter Christian Gratzei begnügen. Mit Saisonende 2007/08 beendete Schicklgruber seine Karriere vorerst. Zuletzt kam er beim SK Sturm aufgrund einer Verletzung des Stammtorhüters Gratzei noch zu vier Einsätzen. Nach den Verletzungen der Torhüter Christian Gratzei und Martin Kobras wurde Anfang Juni 2008 bekannt gegeben, dass Schicklgruber für die Herbstsaison 2008/09 reaktiviert wurde. Am 15. Jänner 2009 verkündete der Bundesligist Altach die Verpflichtung des 41-jährigen, der damit der älteste Spieler der österreichischen Bundesliga war. Am 31. Mai 2009 beendete Schicklgruber seine Karriere auf professioneller Ebene in der letzten Runde der Saison 2008/09, als er mit den Altachern auswärts den Meister Red Bull Salzburg mit 4:1 bezwang. In der 88. Spielminute wurde er durch den Altacher Ersatztorwart Andreas Michl ausgewechselt und erhielt einmütig vom Salzburger wie Altacher Publikum standing ovations. Ein Weitermachen Schicklgrubers in der drittklassigen Regionalliga ist laut eigenen Angaben nicht ausgeschlossen.[1] Bei den Oberösterreichern kam er bis dato in 15 Ligapartien zum Einsatz.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vorarlberg.ORF.at: Schicklgruber verlässt Altach und Bundesliga, abgerufen am 1. Juni 2009