Josef Stanek (Gewerkschafter)

Josef Stanek (* 1883; † 17. Februar 1934) war ein österreichischer Politiker und Metallarbeitergewerkschafter.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Josef Stanek in Wiener Neustadt tätig. Später war er Stadtrat in Graz.[1] Josef Stanek wurde 1934 als Sekretär der steirischen Arbeiterkammer im Zuge der Februarkämpfe als Schutzbundführer vom Standgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. In der Ablehnung des Gnadengesuches teilte der Justizminister Kurt Schuschnigg mit, dass Stanek ein Führer des Aufstandes gewesen sei und in der Steiermark die Abschreckung noch nicht erreicht sei.[2][3]

Am gleichen Tag wie Josef Stanek in Graz wurde, ebenfalls im Zusammenhang mit den Februarkämpfen, in Steyr der Sozialdemokrat Josef Ahrer zum Tod verurteilt und hingerichtet.

Literatur

  • Günter Köck: Die gerichtliche Verfolgung von Josef Stanek und anderer Februarkämpfer in der Steiermark. In: Karl R. Stadler: Sozialistenprozesse. Politische Justiz in Österreich 1870-1936. Vorwort und Herausgeber Fred Sinowatz, Europa Verlag, Wien 1986, ISBN 3-203-50948-2.
  • Werner Anzenberger, Martin Polaschek: Widerstand für eine Demokratie. 12. Februar 1934. Epilog von Helmut Konrad, Leykam, Graz 2004, ISBN 3-7011-7482-2.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Walter Edelbauer: Anton Ofenböck – Bürgermeister von Wiener Neustadt von 1918 bis 1934. Weilburg Verlag, Wiener Neustadt 1987, ISBN 3-900100-61-6, S. 73
  2. Günter Köck: Die gerichtliche Verfolgung von Josef Stanek und anderer Februarkämpfer in der Steiermark. siehe Literatur
  3. 1934–1945: Unter Diktatur und Faschismus arbeiterkammer.at