Josef Vinzenz Großauer

Josef Vinzenz Großauer (* 17. Juni 1886 in Steyr, Oberösterreich; † 17. Oktober 1951 in Bad Goisern im Salzkammergut) war ein Dichter in österreichischer Mundart.

Leben

Josef Vinzenz Großauer reiste in jungen Jahren mit seinen Eltern von Ort zu Ort und lernte so frühzeitig sein Heimatland kennen. In Waldneukirchen besuchte er fünf Jahre die Volksschule. Hier las er schon mit Vorliebe Dichtungen von Franz Stelzhamer. Es war ihm eine besondere Freude, wenn er Gedichte von den bekannten Mundartdichtern in der Schule aufsagen durfte.

Nach seiner Schulzeit übersiedelte er mit seinen Eltern nach Wien. Nur schwer fand er sich in der Großstadt zurecht und das Heimweh, die Sehnsucht nach den Wäldern, Wiesen, Auen und Berge drückte oft lastend auf sein Gemüt. In Wien verbrachte er auch seine Lehr- und Studienjahre. Sein persönliches Leben war nicht auf Rosen gebettet. Wohl hatte er das Glück, eine tapfere und treue Weggefährtin zu finden, die ihm vier Kinder schenkte. Aber der Krieg, den er in Russland und in Italien mitmachte, hatte seiner Gesundheit stark geschadet. Zuletzt wohnte er in Bad Goisern, wo er 1951 verstarb.

Seine letzte Ruhe fand er in Bad Ischl auf dem katholischen Friedhof.

Werke

Dichtungen, Gedichte und Sprüche in oberösterreichischer Mundart von Josef Vinzenz Großauer:

  • Aus mein’ Gartl. Dichtungen in oberösterreichischer Mundart. Verlag Kravani, Wien 1913.
  • Va da Löba weg. Verlag H. Hirsch, Wien 1922.
  • Aus meina Reimschmiedn. Allerhand in oberöstrreichischer Mundart. Verlag Karl Harbauer, 1920.
  • Kurz und bündi. Dichtungen in oberösterreichischer Mundart. Verlag Fidelis Steurer, Linz 1927.
  • Zsammgspart’s. Gereimtes und Ungereimtes in oberöstrreichischer Mundart. Reichsbund deutscher Mundartdichter, Wien 1929.
  • Kinder der Heimat. Europäischer Verlag, Wien 1937.
  • Johannes Hauer (Hrsg.): Am Quell der Muttersprache. Österreichische Mundartdichtung der Gegenwart. Verlag Stiasny, Graz und Wien 1955, Seite 233–235.

Viele nichtbekannte und nicht veröffentlichte, handgeschriebene Werke sind noch vorhanden.