Josef Weingartner

Josef Weingartner (* 10. Februar 1885 in Dölsach/Osttirol; † 11. Mai 1957 in Meran/Südtirol) war ein römisch-katholischer Geistlicher, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger.

Weingartner beendete 1907 sein Theologiestudium in Brixen und studierte nach seiner dortigen Priesterweihe Kunstgeschichte bei Prof. Max Dvořák an der Universität Wien. Von 1911 bis 1915 war er Sekretär des Denkmalamtes in Innsbruck und leitete von 1915 bis 1918 dessen Außenstelle in Bozen. Seit 1921 wirkte er als Propst der Innsbrucker Dompfarre St. Jakob und tat sich als volksnaher Seelsorger hervor.

Zeit seines Lebens hat Weingartner kunsthistorische Grundlagenforschung in Tirol, insbesondere in Südtirol, geleistet. Seine Kunstdenkmäler Südtirols, in acht Auflagen erschienen, gelten bis heute als Meilenstein und Musterbeispiel einer regionalen Kunsttopographie nach dem Vorbild des von Georg Dehio begründeten Handbuchs der Deutschen Kunstdenkmäler.

Zahlreiche Straßen in Süd-, Nord- und Osttirol sind nach Josef Weingartner benannt.

Josef Weingartner war der Großonkel des Tiroler Landeshauptmannes und Politikers Wendelin Weingartner.

Werke

  • Bozner Burgen, Innsbruck 1922, 3. Aufl. Innsbruck 1962
  • Die Kunstdenkmäler Südtirols, 4 Bde., Augsburg 1923-1930; weitere 7 Auflagen bis 1990, jeweils in 2 Bden., Bozen/Innsbruck/Wien
  • Das kirchliche Kunstgewerbe der Neuzeit, Innsbruck 1926
  • Römische Barockkirchen, München 1930
  • Gotische Wandmalerei in Südtirol, Wien 1948
  • Die Kunstdenkmäler Osttirols, Innsbruck 1958

Literatur

  • Im Dienste der Musen. Briefwechsel mit Josef Garber, Innsbruck 1978, ISBN 3-7030-0058-9
  • Eva Gadner: Aus der Fülle. Leben und Werk von Propst Josef Weingartner (1885-1957), Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7030-0429-2

Weblinks