Joseph Georg Meinert

Joseph Georg Meinert (* 22. Februar 1773 in Leitmeritz; † 15. Mai 1844 in Partschendorf in Mähren) war ein österreichischer Volksliedersammler und Philosoph. Sein Werk Der Fylgie war die erste wissenschaftliche Ausgabe von mundartlichen Volksliedern im deutschsprachigen Raum.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach dem Gymnasialbesuch in seiner Heimatstadt studierte Meinert Philosophie und Rechtswissenschaften an der Karls-Universität in Prag und setzte ab 1795 seine Studien in Jena fort.

1799 legte Meinert seine Dissertation De notione idealium eorumque vi ad felicitatem hominum promovendam vor und erhielt 1806 in Prag eine Professur. Meinert war Herausgeber der Wochenschrift Der Wandersmann und einer der ersten deutschsprachigen Volksliedersammler. 1811 wurde Meinert wegen einer Kehlkopferkrankung pensioniert und zog nach Bartošovice, wo er zusammen mit der grande dame Josephine Gräfin von Pachta eine außereheliche Lebensgemeinschaft begründete, aus der seine beiden Kinder Hugo und Fanny hervorgingen.

Nach dem Tode seiner Lebensgefährtin ließ Meinert 1833 in Partschendorf ein an die Weimarer Fürstengruft angelehntes Mausoleum errichten, in dem er und sein verunglückter Sohn ihre letzte Ruhestätte fanden.

Werke

  • Rede über das Interesse der Aesthetik, Paedagogik, Geschichte der Gelehrheit und Philosophie, 1807
  • Alte teutsche Volkslieder in der Mundart des Kuhländchens / erläutert und herausgegeben von Joseph George Meinert. Band 1. Perthes und Beßer, Wien und Hamburg, 1817; Nachdruck: Marburg: Elwert, 1987, ISBN 3-7708-0873-8

Literatur

Weblinks