Joseph Pembaur

Joseph Pembaur vor 1897 (Nachlass von J. Brahms)

Joseph Pembaur (* 20. April 1875 in Innsbruck; † 12. Oktober 1950 in München) war ein österreichischer Pianist und Komponist.

Er war der Sohn Josef Pembaurs d. Ä. 1893 begann er sein Studium bei Ludwig Thuille. Bei der Abschlussprüfung 1896 erhielt er eine Goldmedaille. Bald darauf trat er eine Stelle an der Königlichen Musikschule in München an, wo er sich später auf Dauer niederlassen sollte. Doch bis 1921 absolvierte er, nach weiteren Studien bei Alfred Reisenauer in Leipzig, auch zahlreiche Konzertreisen. In Berlin gehörte Pembaur zu den Preisrichtern beim Wettbewerb um den Ibach-Preis. 1919 erschien sein Werk Von der Poesie des Klavierspiels.

Im Frühjahr 1919 nahm er acht Klavierstücke für das Reproduktionsklavier Welte-Mignon auf, darunter zwei Kompositionen seines Vaters, vermutlich seine frühesten Aufnahmen.

Ab 1921 war er Lehrer an der Münchner Akademie für Tonkunst. Schon drei Jahre vorher, am 29. Oktober 1918, hatte Thomas Mann ihn in einer Veranstaltung mit Joachim von Delbrück gehört, der an diesem Abend aus seinem Roman Der sterbende Chopin las. Mann kommentierte dies in seinem Tagebuch so: „Ich hörte die Musik, namentlich die Sonate mit dem Trauermarsch, die P. ausgezeichnet spielte, mit innigem Vergnügen. Dazwischen drosch dieser Esel von Delbrück sein Stroh. Wir gingen vor der letzten Abteilung.

Sonstiges

Josef Pembaur war Mitglied des Akademischen Gesangsverein Innsbruck, später Universitätssängerschaft Skalden zu Innsbruck. Das Studentenheim der Verbindung ist nach ihm benannt.

Pembaurs Bruder Karl war Komponist und Chorleiter in Dresden.

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