Julie Thenen

Julie Thenen (* 4. September 1834 als Julie Waldberg in Lemberg; † 12. Oktober 1919 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Julie Thenen, Tochter des jüdischen Kaufmanns J. Waldberg, heiratete bereits 1852. Sie veröffentlichte seit 1860 Skizzen und Humoresken in Tagesblättern, später Schilderungen der jüdischen Sitten und Gebräuche, die in ihrer schonungslosen Offenheit teilweise auf Kritik stießen. Thenen war Mitarbeiterin verschiedener Tageszeitungen wie Die schöne, blaue Donau und Schatzmeisterin des deutschen Schriftstellerverbandes sowie in der Vereinsleitung des „Vereins der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen in Wien“.

Veröffentlichungen

  • Der Wunder-Rabbi. Roman. Rosner, Wien 1880 (Signatur der ÖNB: 185.136-B)
  • Fräulein Doctor im Irrenhause. Eine Begebenheit aus unserer Zeit. Rosner, Wien 1881 (Signatur der ÖNB: 66.892-B)
  • Der Lohn der Schrift. Die Wunderthäter von Kotzk und Plotzk. Zwei Novellen. Rosner, Wien 1883 (Signatur der ÖNB: 24.164-A)
  • Die Wundertäter von Kotzk und Plotzk. Novelle. 1883

Literatur

  • Andrea Dopplinger-Loebenstein: Frauenehre, Liebe und der abgesetzte Mann. Bürgerliche Frauenliteratur in Österreich (1866–1918) am Beispiel von Franziska von Kapff-Essenther, Julie Thenen, Rosa Mayreder, Dora von Stockert-Meynert und Emilie Mataja. In: Mitteilungen des Instituts für Wissenschaft und Kunst 44 (1989) 1: Rosa Mayreder 1858–1938, S. 28–34. (Signatur der ÖNB: 858240-B-C.Neu-Per)
  • Ludwig Eisenberg, Richard Groner: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Wien 1889–1893.
  • Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Metzler, Stuttgart 1981, ISBN 3-476-00456-2.
  • Marianne Nigg: Biographien der österreichischen Dichterinnen und Schriftstellerinnen. Ein Beitrag zur deutschen Literatur in Österreich. Korneuburg 1893.
  • Sophie Pataky (Hrsg.): Lexikon deutscher Frauen der Feder: eine Zusammenstellung der seit dem Jahre 1840 erschienenen Werke weiblicher Autoren nebst Biographien der lebenden und einem Verzeichnis der Pseudonyme. Berlin 1898 (2 Bände).
  • Agatha Schwartz: Shifting voices. Feminist Thought and Women’s Writing. In: „Fin-de-siècle“ Austria and Hungary. McGill-Queen's Univ. Press, Montreal & Kingston (u.a.) 2008, 0-7735-3286-2.

Weblinks