Julius Schlegel

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum Landschaftsmaler siehe Wilhelm Herrman Julius Schlegel
Julius Schlegel auf Montecassino
Büste von Julius Schlegel im Wertheimsteinpark von Wien

Julius Schlegel (* 14. August 1895 in Wien; † 8. August 1958 ebenda) war ein Offizier der deutschen Wehrmacht und gilt als Retter der Kunstschätze des Klosters von Montecassino.

Julius Schlegel, der bereits im Ersten Weltkrieg als Fliegeroffizier eingesetzt wurde, war seit 1939 Offizier der deutschen Luftwaffe und diente von 1941 bis 1943 in Instandsetzungseinrichtungen der Luftwaffe in Russland. Im Mai 1943 wurde er Kommandeur der Instandsetzungsabteilung der Fallschirm-Panzerdivision Hermann Göring und erkannte auf Grund der Lageentwicklung im Raum Lirital die zunehmende Bedrohung des Klosters Montecassino. Die Kunstschätze des Klosters, darunter etwa 1.200 historische Bücher und Dokumente, Bilder von Leonardo da Vinci, Tizian und Raffael sowie die sterblichen Überreste des Benedikt von Nursia, wurden auf seine Anweisung hin auf 100 Armeelastwagen verladen und in die Engelsburg nach Rom evakuiert. Der Wiederaufbau des Klosters wurde nicht zuletzt deshalb möglich, weil Julius Schlegel auch alle Baupläne rettete.

Julius Schlegel starb 1958 in Wien und wurde auf dem Döblinger Friedhof begraben. An ihn erinnern eine Gedenktafel an seinem Wohnhaus in Wien, ein Denkmal im Wertheimsteinpark, sowie eine Gedenktafel in der Krypta des Wiener Schottenschtiftes. Der 1958 erschienene Kriegsfilm Die grünen Teufel von Monte Cassino behandelt die Rettung der Kunstschätze durch Schlegel, der im Film von Ewald Balser gespielt wurde.

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