Julius Strnadt

Julius Strnadt (* 23. Dezember 1833 in Schwertberg, Oberösterreich; † 5. November 1917 in Graz) war ein (ober-)österreichischer Politiker, Historiker und Kulturförderer.

Leben

Strnadt wurde als Sohn eines k.u.k. Verzehrungssteuerkommissärs im oberösterreichischen Schwertberg geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien wurde er erst Beamter an verschiedenen gemischten Bezirksämtern, danach Bezirksrichter.

Bedeutung erlangte Strnadt erst später als konservativer Abgeordneter des Großgrundbesitzes im oberösterreichischen Landtag. Hier initiierte er die Gründung des oberösterreichischen Landesarchives und setzte sich stark für eine finanzielle Förderung des Symphonikers Anton Bruckner ein.

Als Historiker leistete Strnadt Bedeutendes auf dem Gebiet der oberösterreichischen Landes- und Herrschaftsgeschichte. Seine Arbeiten zum oberösterreichischen Bauernkrieg von 1626 und sein Historischer Atlas des Landes Oberösterreich begründeten seinen Ruf als einen der bedeutendsten Landeshistoriker Oberösterreichs.

Werke

  • Julius Strnadt: Das Land im Norden der Donau (Archiv für Österreichische Geschichte, Band 94, 1905).
  • Julius Strnadt: Das Land zwischen Traun und Enns (Archiv für österreichische Geschichte, Band 94, 1907).
  • Julius Strnadt: Innviertel und Mondseeland (Archiv für österreichische Geschichte, Band 99, 1912).
  • Julius Strnadt: Hausruck und Attergau (Archiv für österreichische Geschichte, Band 99, 1908).
  • Julius Strnadt: Der Bauernkrieg in Oberösterreich. Nach 275 Jahren seinen lieben Landsleuten erzählt von einem Oberösterreicher. Wels 1903, Neudruck, Linz 1925.
  • Historischer Atlas der österreichischen Alpenländer, Wien, 1. Abteilung. Die Landgerichtskarte, 1. Lieferung Oberösterreich, 6 Blätter, 1 : 200.000, Wien 1906.
  • Julius Strnadt: Erläuterungen zum historischen Atlas der österreichischen Alpenländer. Die Landgerichtskarte, 1. Lieferung (Wien 1906) S. 7-25; 2. Ausgabe, Wien 1917, S. 77-182.

Weblinks