Jungmusikerleistungsabzeichen

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Das Jungmusikerleistungsabzeichen (JMLA) ist ein Abzeichen für Jugendliche und kann mit einer Prüfung auf einem Instrument zusammen mit genügend musiktheoretischem Wissen erworben werden.

Inhaltsverzeichnis

JMLA

Das JMLA dient dazu jungen Menschen die ein Blasinstrument oder Schlagwerk erlernen ihren Leistungsstand zu überprüfen und ein Abzeichen zu erlangen. Der Prüfungsstoff setzt sich aus Theorie, Praxis und Gehörschulung zusammen. Für den erfolgreichen Abschluss der Prüfung erhält der Bewerber/die Bewerberin ein Leistungsabzeichen und eine Urkunde.

JMLA in Deutschland

Geschichte

Das JMLA wurde im Jahre 1984 eingeführt und bisher von 85000 Musikern abgelegt. Im Jahre 2005 wurde zu den drei bestehenden Leistungs Abzeichen das Junior Abzeichen eingeführt[1].

Leistungsstufen

Das Jungmusikerleistungsabzeichen gibt es in vier Stufen. Alle Abzeichen bestehen aus einer praktischen Prüfung, in der das Instrumentalspiel geprüft wird und aus einer theoretischen Prüfung in der neben einem Theorieblock auch Gehörbildung abgefragt wird.

Junior Abzeichen

Das Juniorabzeichen ist dem Bronze Abzeichen vorgestellt und dient dazu, junge Musiker in den ersten Jahren zum Üben zu animieren. Der Schwierigkeitsgrad ist so gewählt, dass nach ein bis zwei Jahren Instrumentalunterricht der Leistungsstand erreicht ist. Im Gegensatz zu den anderen Abzeichen liegt die Verantwortung der Durchführung für das Juniorabzeichen bei den Musikvereinen und nicht beim Verband. Ein weiterer Unterschied ist die Bewertung, da bei diesem Abzeichen als einziges kein "nicht bestehen" möglich ist. Die erreichte Punktzahl lässt sich in drei Leistungsstufen untergliedern. (Hervorragendes-,Gutes- und Lückenhaftes-Ergebnis)[2].

Bronze Abzeichen

Das Bronze Abzeichen (D1) kann nach einer Instrumentalausbildung von 2-3 Jahren und einem Alter bis 25 Jahren abgelegt werden. Die Prüfung wird vom zuständigen Musikverband abgenommen[3].

Silber Abzeichen

Das Silber Abzeichen (D2) kann von Musikern abgelegt werden, die ihr Instrument sicher beherrschen und maximal 25 Jahre alt sind. Die Prüfung wird vom zuständigen Musikverband abgenommen[3].

Gold Abzeichen

Das Goldabzeichen ist für besonders begabte Jungmusiker. Voraussetzung ist ein Alter von mindestens 16 Jahren und der Besitz des Silbernen Leistungsabzeichens. Die Prüfung wird direkt vom Bund Deutscher Blasmusik in der BDB-Akademie in Staufen abgenommen[4].

Prüfungen

Zur Prüfung zugelassen sind Mitglieder des BDB die das geforderte Alter haben. Die Prüfungen unterliegen den Richtlinien der Bläserjugend im Bund Deutscher Blasmusikverbände.

JMLA in Österreich

Österreichisches JMLA Abzeichen in Bronze
Österreichisches JMLA Abzeichen in Silber
Österreichisches Juniorleistungsabzeichen

Geschichte

Ende der 60er Jahre/Anfang der 70er Jahre wurden in Niederösterreich und Oberösterreich zur Hebung des musikalischen Ausbildungsstandes und als Beitrag zum motivierten Musizieren in der Ausbildungszeit das Jungmusikerleistungsabzeichen (JMLA) in den Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold als Pilotprojekt eingeführt. Nach und nach folgten die anderen Bundesländer Österreichs diesem Beispiel. Als Altersgrenze wurde damals das 24. Lebensjahr festgesetzt. Mit der Anerkennung der Österreichischen Blasmusikjugend als Jugendorganisation wurde das Alterslimit auf 30 Jahre angehoben.

Ab dem 31. Lebensjahr kann das neu geschaffene Musikerleistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold mit den gleichen Prüfungsinhalten und zu gleichen Bedingungen wie das Jungmusikerleistungsabzeichen absolviert werden. Heute (2011) stellen sich circa 8000 Jugendliche, die ein Blasinstrument oder Schlagwerk lernen, jährlich den Prüfungen. Das Ausbildungsschema wurde um die Elementarstufe (Abschluss: Juniorleistungsabzeichen) erweitert, da heute Kinder und Jugendliche mit dem Instrumentalunterricht immer früher beginnen und gleichzeitig die Anforderungen an die Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold zum Teil erheblich gestiegen sind.

Leistungsstufen

Das Musiker- bzw. Jungmusikerleistungsabzeichen gibt es in vier Stufen:

  • Leistungsstufe E (Elementarstufe) - Junior-Leistungsabzeichen
  • Leistungsstufe U (Unterstufe) - Bronze-Leistungsabzeichen
  • Leistungsstufe M (Mittelstufe) - Silber-Leistungsabzeichen
  • Leistungsstufe O (Oberstufe) - Gold-Leistungsabzeichen

Kooperation mit Musikschulwerk

In den letzten Jahrzehnten hat sich zwischen Blasmusikvereinen und –verbänden sowie Musikschulen eine Zusammenarbeit entwickelt. So wurden im September 2008 neue Richtlinien zum Jungmusikerleistungsabzeichen herausgegeben. Zusammen mit den Musikschulwerken wurden ein gemeinsamer Lehrplan und gemeinsame Übertrittsprüfungen bzw. Prüfungen zum Jungmusikerleistungsabzeichen vereinbart, wobei sich die Österreichische Blasmusikjugend positionieren konnte. Im fachspezifischen Bereich Schlagwerk wurden in Zusammenarbeit mit den Fachgruppenleitern Schlagwerk der Konferenz der Österreichischen Musikschulen Anpassungen vorgenommen, die mit 1. September 2010 in Kraft traten.[5]

Prüfungen

Bei den Prüfungen zum (Jung)musikerleistungsabzeichen wird stark mit dem Musikschulwerk kooperiert.[6] Zur Prüfung zugelassen sind Mitglieder der Österreichischen Blasmusikjugend.

JMLA Südtirol

Leistungsstufen

Das Jungmusikerleistungsabzeichen gibt es in drei Stufen:

  • Leistungsstufe A - Bronze-Leistungsabzeichen
  • Leistungsstufe B - Silber-Leistungsabzeichen
  • Leistungsstufe C - Gold-Leistungsabzeichen

Prüfungen

Die theoretischen Prüfungen werden an den Musikschulen abgenommen, die Praktischen vom Verband Südtiroler Musikkapellen. Zur Praktischen Prüfung zugelassen ist ein Musiker mit bestandener Theoretischer Prüfung und einem maximalem Alter von 30 Jahren[7].

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [1]. Homepage BDB. Abgerufen am 20. Januar 2012.
  2. [2]. Homepage OBV. Abgerufen am 18. Januar 2012.
  3. a b [3]. Homepage OBV. Abgerufen am 18. Januar 2012.
  4. [4]. Homepage OBV. Abgerufen am 18. Januar 2012.
  5. http://www.komu.at
  6. http://www.komu.at/musikschulwerke/bundesland.asp?BundeslandID=1
  7. [5]. Homepage VSM/Jugend. Abgerufen am 20. Januar 2012.