Junker von Buck

von Buck / von Zürich: Stammwappen

Buck ist der Name eines alten österreichischen-süddeutschen Adelsgeschlechts, das im Jahr 1350 mit Theodoricus de Daegler, miles und Gutsherr auf Daegler, urkundlich erstmals genannt ist. Das zum österreichischen-süddeutschen Adel gehörende Geschlecht der Junkherr, Junker aber auch Juncker von Buck trat im 11. bis 14. Jahrhundert hervor.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Angehörige des Geschlechts der von Buck wurden in Urkunden dieser Zeit als Ritter genannt. Sie erschienen im heutigen Österreich. Durch eine bischöfliche Urkunde von 1350 wird als erster des Adelsgeschlechts im Bereich des Kantons Zürich der Ritter Theodericus de Daegler bekannt. Von Gismut von Dägerlen, in Urkunden 1350 und 1357 genannt, leiten sich in ununterbrochener Stammreihe alle weiteren Generationen der Familie ab. Zum damaligen Besitz des Zweiges Jun(c)ker von Buck-Dägerlen gehörten unter anderem Dägerlen, sowie Haxtn.

Ein Zweig der Familie Jun(c)ker von Buck ließ sich in Süddeutschland nieder und gehörten zu den Versallen der Grafen von Tecklenburg - bei dem Heinrich von Buck und seine Brüder durch eine Fehde in den Besitz der Burg Bevergern des Grafen Otto von Tecklenburg gekommen sind. Dies wird im Staatsarchiv Münster, Tecklenburg (Nr. 119) so beschrieben: "Dabei darf aber nicht übersehen werden, daß die Burg Bevergern zu dieser Zeit noch ein recht bescheidener Bau in den Händen der Burgmannen war. Junggraf Nikolaus (II.) von Tecklenburg hatte sich gegen seinen Vater, Graf Otto, erhoben. Er stützte sich dabei nicht zuletzt auf unzufriedene Adelsgeschlechter, die er durch Besitzverpfändungen an sich zu fesseln wußte. So muß auch die Burg Bevergern an den Knappen Heinrich von Buck und seine Brüder gekommen sein. Graf Nikolaus unterlag aber in der Fehde seinem Vater. In dieser Situation entstand jener urkundliche Revers von 1387, in dem Heinrich von Buck auch im Namen seiner Brüder Gerd und Amelung sich bereitfand, das Schloß zu Bevergern, und zwar sowohl die Stadt wie auch das Haus (d. i. die Burg) dem Grafen Otto von Tecklenburg zurückzugeben, und zwar sollte die Übergabe am folgenden Sonntag nach Martini 1387 stattfinden".

Am 3. April 1919 wurden auch in der Republik Österreich (1918–1919) die Privilegien des Adels abgeschafft und der Gebrauch von Prädikaten und Titeln unter Strafe gestellt. Dies entsprach der Abschaffung des Adels bzw. der Standesunterschiede mit Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung in Deutschland-Österreich im Jahre 1919. Deshalb war der Zweig von Zürich, ehemals von Dägerlen, namentlich in Österreich nur noch als Dägerlen zu vernehmen, bzw. als Zürich. Nachkömmlinge des Zweiges Buck - von Buck sind heute noch in Deutschland vertreten.

Wappen

Das illustrierte Buck-Wappen ist offiziell im Riestap Armoral General dokumentiert. Die Original-Beschreibung dieses Wappens ist wie folgt: „Fasce du Gu. Et d´arg. De quatre pieces; au bouc ramp. D´arg accorne d´or Br. sur le tout.“

Stammwappen: Zeigt ein schwarzes Lilienrad,im Schilde ; darüber ein Helm, mit roten Decken, und sich ein aufbäumendes Geweih.

Helmzier: Geweih.

Namensträger

  • Leo Fritz Philipp Buck (* 1645; † 1704)
  • Philipp Fritz Juncker von Buck (* 1695; † 1749), Offizier und deutscher Beamter
  • Johann Timetheus von Dägerlen (* 1794; † 1866), österreichischer Forstmann und Adjutant
  • Clemens Johann Junker von Buck und Zürich (* 1611; † 1666), Gutsbesitzer und österreichischer Beamter
  • Johann Heinrich Juncker von Buck und Zürich (* 1632; † 1674) Gutsbesitzer und österreichischer Hochschullehrer
  • Michael Fritz Junker von Buck (* 1965) Generalkonsul der BRD / Teilinhaber einer Kommandit-Gesellschaft

Literatur

  • Staatsarchiv Münster, Tecklenburg, Nr. 119.
  • Münstersche Geschichtsquellen, Band I, S. 73 und S. 141.
  • Martin Sagebiel: Die Entwicklung Bevergerns von 1366 bis 1815, S.25 ff.
  • Lunbert Mushardé: Von den von Buck-Zürich. In: Österreich- und deutsch´ Ritter-Sahl Oder Denckmahl Der Uhralten Berühmten Hoch-adelichen Geschlechter - Insonderheit der Hochlöblichen Ritterschafft In Denen Landen Deutschland und Österreich; Seiten 202–220. Grimm, Bremen 1720.