Just Rudolf von Seelhorst

Just Rudolf von Seelhorst (* 7. Dezember 1700 in Kirchboitzen (Kirchlötzen) heute ein Stadtteil von Walsrode; † 6. Januar 1779 in Aschersleben) war ein königlich-preußischer Generalmajor, Chef des Kürassier-Regiments Nr.6, sowie Ritter des Ordens Pour le Merite und Amtshauptmann zu Jerichow.

Sein Vater war Lewin Seelhost (* 6. Dezember 1656; † 1. Dezember 1721), Pastor in Kirchboitzen. Seine Mutter war Margarethe Sophie Bodecker (auch:Bödicker, * 1668; † 1. Mai 1722 ) aus Hannover.

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Leben

Er trat 1716 als gemeiner Soldat in das Dragoner-Regiment Nr.5 ein. Dort wurde er 1719 Quartiermeister, 1721 Unteroffizier (Fourierer), 1725 Quartier- und Wachtmeister. 1726 wurde er zum Fähnrich befördert und 1731 Leutnant und Adjutant. 1742 erhielt er vom Markgrafen das Kommando über die Leibschwadron auch überließ er ihm weitgehend das Regiment. So wurde er 1742 Stabshauptmann und 1756 Chef einer Schwadron und Major. 1760 wurde er Oberstleutnant und Kommandeur des Regiments. Am 1. September 1764 stieg er zum Oberst auf und 1769 wurde er zum Generalmajor ernannt und übernahm das Kürassier-Regiments Nr.6. Bereits 1766 wurde er zum Amtshauptmann von Jerichow ernannt.

Er war an zahlreichen Schlachten beteiligt. Er kämpfte 1740 in der Schlacht bei Mollwitz und 1742 in Chotusitz, wo er einen Schuß in den Hals erhielt. Er war bei Hohenfriedeberg Kesselsdorf Lobositz Breslau Leuthen und Torgau. Ferner war er bei beiden Belagerungen von Prag dabei, sowie bei der Belagerung von Olmütz.

Persönlich hervorheben konnte er sich nach der Schlacht von Hohenfriedeberg im Gefecht bei Neustadt am 31. Juli 1745. Mit seiner Einheit konnte er ein ganzes Korps Reiterei und Kroaten vertreiben. Dafür erhielt er vom König ein Geschenk von 500 Talern. In der Schlacht von Torgau war seine Schwadron die als erste auf die Infanterie stieß.

Für seine Tapferkeit wurde er bereits am 16. März 1744 von König Friedrich II. (Preußen) in den Adelsstand erhoben.

Familie

Er war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war Beate Charlotte von Böckern († 20. April 1753) heiratete er am 4. Juni 1744. Sein zweite Frau heiratete er am 4. September 1754. Er war die Florentine Dorothea von der Dollen aus dem Haus Klein-Luckow. Sie überlebte ihren Mann und erhielt eine königliche Pension. Aus beiden Ehen gab es Kinder.

Literatur

  • Anton Balthasar König, Biographisches Lexikon aller Helden und Militärpersonen Band III, S. 475, Digitalisat
  • Leopold von Zedlitz-Neukirch, Neues preußisches Adelslexicon, Band 4, S. 208 Digitalisat

Weblinks