KFNB IIa

KFNB IIa / kkStB 111 / ČSD 365.1
KFNB IIa 1006
KFNB IIa 1006
Nummerierung: KFNB IIa 1001–1008
kkStB 111.01–08
ČSD 365.101–108
Anzahl: 8
Hersteller: Wr. Neustadt
Baujahr(e): 1907
Ausmusterung: bis 1958
Bauart: 2'C h2
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge: 11.244 mm
Höhe: 4.570 mm
Fester Radstand: 2.800 mm
Gesamtradstand: 7.600 mm
Radstand mit Tender: 14.548 mm
Leermasse: 61,4 t
Dienstmasse: 67,5 t
Reibungsmasse: 43,8 t
Treibraddurchmesser: 1.670 mm
Laufraddurchmesser vorn: 860 mm
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 540 mm
Kolbenhub: 630 mm
Kesselüberdruck: 12 atm
Strahlungsheizfläche: 14,40 m²
Rohrheizfläche: 138,90 m²
Tender: 58
Wasservorrat: 16,0 m³

Die KFNB IIa war eine Heißdampf-Schnellzug-Schlepptenderlokomotive der Kaiser Ferdinands-Nordbahn (KFNB).

Die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik lieferte 1907 acht Stück Zweizylinder-Heißdampf-Lokomotiven der Bauart 2C an die KFNB. Die Maschinen wurden als Reihe IIa bezeichnet und hatten die Nummern 1001–1008. Sie sollten die KFNB IId (kkStB 308) ablösen, da diese für die steigenden Zugsgewichte zu schwach war.

Ursprünglich war eine 2'C1 4v-Maschine geplant gewesen. Man entschied sich jedoch nach preußischem Vorbild (P 8) für eine 2C-Lokomotive mit Überhitzer.

Da man zu dieser Zeit in Österreich mit Heißdampfmaschinen noch wenig Erfahrung hatte, gab es im Betrieb viele Schwierigkeiten, die nach und nach behoben wurden.

Nach der Verstaatlichung der KFNB 1906 übernahmen die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) die acht Maschinen und gaben ihr die Reihenbezeichung 111. Sie wurden aber in ihrem angestammten Bereich durch die Reihe kkStB 210 ersetzt. Die 111er standen dann je zur Hälfte in Wien und in Prerau im Einsatz.

Nach dem Ersten Weltkrieg kamen alle acht Maschinen zur ČSD, die sie als Reihe 365.1 einordnete und bis 1958 ausmusterte.

Literatur

  •  Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837–1918. Verlag Slezak, Wien 1978, ISBN 3-900134-40-5.
  •  Alfred Horn: Die Kaiser-Ferdinands-Nordbahn. In: Die Bahnen Österreich-Ungarns. Band 2, Bohmann Verlag, Wien 1970.