Karl Alexander von der Goltz

Freiherr, ab 1786 Graf Karl (auch Carl) Alexander von der Goltz (* 20. August 1739; † 15. November 1818 in Altona) war ein preußischer Oberst, portugiesischer Feldmarschall, dänischer Generalleutnant und ein bedeutender Freimaurer.

Er war der älteste Sohn des preußischen Generalleutnants Karl Christoph von der Goltz (1707–1761) und dessen Frau Margarete von Burgsdorff (1713–1773).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Von der Goltz trat früh in preußische Dienste wo er bis zum Obersten aufstieg. Er wurde Flügeladjutant von Friedrich II. und Friedrich Wilhelm II.. Am 19. November 1786 wurde ihm zudem der preußischer Grafentitel verliehen. Dennoch wechselte er 1789 nach Dänemark. Dort wurde er im gleichen Jahr dänischer Generalleutnant und Inspekteur des schleswiger und holtsteiner Jägerkorps. 1790 wurde er auch zum Ritter des Dannebrogordens ernannt. Warum er wechselte ist nicht bekannt es wird vermutet, dass der Generalinspekteur Karl von Hessen-Kassel ihn abwarb. Er hatte offenbar große Pläne zur Reform der dänischer Armee die er hoffte durchzusetzen, hatte aber wegen der politischen Probleme des Landes keinen Erfolg.

Im Jahre 1798 war der portugiesische Oberbefehlshaber Christian August von Waldeck-Pyrmont gestorben. So war die portugiesische Regierung auf der Suche nach einem Nachfolger. Graf Anadia, portugiesischer Botschafter in Berlin überredete im November 1799 den General nach Portugal zu kommen. 1800 fragte er um Erlaubnis nach Portugal wechseln zu dürfen und das wurde gewährt. Am 28. April 1800 unterzeichnete er den Vertrag, der ihn auf sechs Jahre binden sollte. Am 17. Mai 1801 bestätigte die portugiesische Regierung und am 1. Juli wurde er portugiesischer Feldmarschall. In der Zwischenzeit bereitete er die Reform der Armee vor. von der Goltz war wohl bereits in Portugal als der kurze Orangen-Krieg ausbrach, dieser endete mir einer portugiesischen Niederlage. Obwohl er die Unterstützung des Prinzens hatte konnte er die Reformen, die sein Vorgänger von der Lippe bereits vorbereitet hatte, nicht durchsetzen. So bat er bereits am 5. Mai 1802 um Beurlaubung, die am 30.Mai 1802 gewährt wurde.

Er kehrte daher 1803 in dänische Dienste zurück, wurde aber nicht mehr im aktiven Dienst gebraucht. 1808 wurde er pensioniert und zog sich nach Altona zurück wo er auch starb.

Familie

Er war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war eine geborene von Meinertshagen.

Seine zweite Frau heiratet er am 18. Juli 1792. Es war Christine Sophie von Ahlefeldt (* 7. Februar 1745: † 18. Juli 1792), die Tochter von Heinrich von Ahlefeldt (1711–1765) Witwe des Generals Peter Elias von Gähler (1718–1783). Sie starb noch in der Hochzeitsnacht.

Freimaurerei

Karl Alexander von der Goltz war Mitglied der Berliner Freimaurerloge Minerva; ab dem 29. Dezember 1776 war er für etwa ein Jahr Landesgroßmeister der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland.

Literatur

  • Dansk biografisk Lexikon Digitalisat.
  • Wilhelm Wald: Br. Karl Alexander Freiherr (seit 1786 Graf) von der Goltz. Mittler: Berlin 1918 (Schriften der Wissenschaftlichen Kommission der Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland; Bd. 7).

Weblinks