Karl Eduard von Tiedemann

Karl Eduard von Tiedemann (* 11. November 1724 in Danzig; † 13. April 1792 in Mewe) war ein preußischer Generalmajor, zuletzt Chef des Infanterieregiments Nr. 55 und Ritter des Pour le Mérite.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft

Die Familie Tiedemann wurde am 11. Oktober 1522 in der Person des Oberstleutnant Georg Tiedemann durch Kaiser Karl V. in den Reichsadel erhoben. Die Eltern von Karl Eduard waren der polnische Hauptmann Ferdinand von Tiedemann (* 6. Oktober 1691; † 9. September 1749) und Florentina Concordia von Brandis (* 21. Dezember 1693; † 30. Juli 1753)[1].

Militärkarriere

Tiedemann trat 1743 in preußische Dienste und kam in das Infanterieregiment „Flanß“ Nr. 16. 1746 wurde er Fähnrich, 1756 Leutnant, 1761 Stabshauptmann und 1763 wirklicher Hauptmann. Im Jahre 1772 wurde er Major, 1782 Oberstleutnant und am 22. Mai 1784 Oberst. Im März 1790 wurde er Chef des Infanterieregiments „Golz“ Nr. 7 in Stettin. Am 11. August 1790 erfolgte seine Ernennung zum Generalmajor, bereits im Oktober 1790 wurde ihm stattdessen das Infanterieregiment „Koschembar“ Nr. 55 zugeteilt.

Er kämpfte in den Schlachten bei Groß Jägersdorf und Zorndorf, wo er am Arm verwundet wurde.

Im Jahr 1759 kämpfte er bei den Gefechten bei Torgau, Korbitz (21. September 1759), Pretsch (29. Oktober 1759) und Nossen. Im Gefecht von Maxen kam er in österreichische Gefangenschaft. Aber 1760 wurde er bereits wieder ausgetauscht. Danach kämpfte er in Schlesien und Pommern. Besonders beim Gefecht in Leutmannsdorf und der Belagerung von Schweidnitz konnte er sich auszeichnen. Seinen Pour le Mérite erhielt er im folgenden Bayrischen Erbfolgekrieg, als er in der Armee des Königs 1778 im Gefecht bei Trautenbach kämpfte.

Familie

Seine erste Frau[2] wurde 1755 Johanna Wittich (* 1735; † 27. Juni 1775). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Carl Friedrich Wilhelm (* 31. März 1756; † 26. August 1803) ∞ 1784 Ernestine Florentine Concordia von Grumbkow (* 6. Februar 1758; † 27. April 1831)
  • Eduard Ferdinand (* September 1765; † 29. September 1765)
  • Johanna Sophie Caroline (* 18. Februar 1767; † 30. September 1852 ∞ 10. März 1786 Julius Wilhelm von Ostau (* 3. Februar 1738; † 10. November 1808)
  • Franz Wilhelm Ludwig (* 8. Juli 1769; † 11. Februar 1848)
∞ 9. November 1795; Charlotte Auguste von Buddenbrock (* 11. Oktober 1778)
∞ 1807 N.N. Gross ( † 11. Juli 1848)
  • Ferdinand Friedrich Eduard (* 9. Juli 1770; † 1814 in Rossoschin) ∞ 27. Dezember 1804 Johanna von Schartwitz
  • Henriette Friederike Luise (* 29. April 1772; † 30. April 1856 ) ∞ 1792 Heinrich Gustav Friedrich von Blumenthal (* 4. Dezember 1766; † 27. Mai 1806), Sohn von Generalmajor Georg Ewald von Blumenthal

Seine zweite Frau heiratete Tiedemann am 1. November 1776 in Stettin. Sie war die Tochter von Johann Christoph von Calbo (* 1698; † 18. Oktober 1769 in Wietstock) und Karoline Magdalena von Schwerin (1717–1780) (Tochter von Kurt Christoph von Schwerin): Henriette Louise Charlotte von Calbo (* 1. November 1742; † 25. November 1804).

  • Karl Ludwig Heinrich (* 21. Dezember 1777; † 22. August 1812 Gefecht bei Dahlenkirchen) ∞ 18. Oktober 1803 Rosalie Constantia Wilhelmine von Tiedemann (aus dem Haus Russoschin)

Literatur

  •  Anton Balthasar König: Karl Eduard von Tiedemann. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band IV, Arnold Wever, Berlin 1791, S. 428 (Karl Eduard von Tiedemann in der Google Buchsuche).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Florentine Concordia von Brandis
  2. Nach König war seine Frau war eine geborene Vetting.