Karl Gorzkowski von Gorzkow

Karl Ritter Gorzkowski von Gorzkow

Karl Ritter Gorzkowski von Gorzkow (* 1778 in Babyce bei Przemyśl, Galizien; † 22. März 1858 in Venedig) war k. k. wirklicher Kämmerer und Geheimer Rat, Offizier General der Kavallerie mit polnischem und österreichischem Adelsdiplom. [1]

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Im Jahre 1359 wird erstmalig ein Andrzej „de Gorczkow“ erwähnt, dem ein Dorf gleichen Namens gehörte, in dem 1404 eine unabhängige römisch-katholische Pfarrkirche erbaut wurde. Zwei Jahre später erhielt Mikołaj Gorzkowski von König Władysław II. Jagiełło die Erlaubnis, die Stadt nach Magdeburger Recht zu führen. Die Erben von Mikołaj Gorzkowski von Sandomierz herrschten allein über die Stadt, die ständig an Bedeutung zunahm. Eine Vorfahrin König Johann III. Sobieskis erwarb einen Teil dieser. 1689 ließ der König ein Rathaus erbauen. Die Familie wurde um 1500 geadelt und gehörte der Wappengemeinschaft „Tarnawa“ an.[2]

Wappen Gorzkowski von Gorzkow

Biographie

Am 1. November 1792 Kadett im Chevauxlegers-Regiment „Herzog von Modena“, nahm er an den Kriegen gegen Frankreich 1792–1795, dann als Garde- und Unterleutnant im (ehemals polnischen) Arcièren-Regiment (1796) doch bald als Oberleutnant den Merveldt-Ulanen zugeteilt wo er auch 1799 verwundet wurde. Bei den Gefechten 1805 war er Rittmeister bei den „Erzherzog Karl Ulanen“ in Italien, 1807 Major und nahm ab 1809 als Oberstleutnant in der Radetzkibrigade beim 5. Armeekorps an allen Gefechten dieser renommierten Truppe teil.

Schon 1812 Oberst führte er seine Carl Ulanen zwischen 1813 und 1815 und führte als Regimentskommandant seine Carl_Ulanan mit Auszeichnung in den Gefechten in Italien. Hierbei tat er sich besonders in der Schlacht von Mincio hervor. In Friedenszeiten zum k. k. wirklichen Kämmerer ernannt (1817), beförderte man ihn am 19. Mai 1820 zum Generalmajor (Rang vom 1. Juni des Jahres) und Brigadier in Kaschau, dann mit Ernennung vom 8. März 1831 und Rang vom 16. März des Jahres zum Feldmarschalleutnant und Divisionär in Brünn. Aus Anlass der Krönung Kaiser Ferdinand II. in Italien wurde er mit dem Kommandeurkreuz des Ordens der Eisernen Krone dekoriert.[3][4]

1839 wurde der Offizier 2. Inhaber des Kürassierregiments Nr. 3 Johann König von Sachsen und Militärkommandant von Laibach, danach von Troppau.[5]

Am 19.Oktober 1846 avancierte er zum General der Kavallerie und Festungskommandant von Mantua, geehrt mit der Würde eines k. k. wirklichen Geheimen Rates (1847) und erhielt ob seines entschlossenen Verhaltens im Revolutionsjahr 1849, nachdem er in Mantua die Erhebung der Bürgerschaft erfolgreich bekämpft hatte, bis Truppennachschub kam sowie der Abwehr des piemontesischen Angriffs abwehrte, das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresia-Ordens. Alsdann war er federführend beim Sieg über Venedig: Feldmarschall Graf Radetzki hatte frische Truppen geschickt und unter das Kommando des Generals gestellt. Die Stadt kapitulierte sehr bald in aussichtsloser Situation im August 1849.[6][7]

Er wurde 1849 zum Militär- und Zivilgouverneur von Venedig ernannt. Diesen Dienst versah er bis zu seinem Tod 1858.[8]

Auszeichnungen[7]

Werke

  • Preussischer Ehrensaal. Kurzgefasste Geschichte des Kaiser Franz Grenadier-Regiments, Verlag A.W. Hayn, Berlin 1852, 329 S.

Literatur

  • J. Hirtenfeld, Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, 14. Teil, Verlag der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1857
  • Kasper Nesiecki (SJ): „Herbarz Polski“, 4. Band, Verlag W. Lipski, 1839, 538 S.
  • Gunther Erich Rothenberg: „The Army of Francis Joseph“, Paperback Ed., Purdue University Press, USA 1998, 298 S.
  • Joseph Strack: „Die Generale der österreichischen Armee - Nach k. k. Feldacten und andern gedruckten Quellen“, Druck und Verlag Joseph Kewck und Sohn, Wien 1850, 660 S.
  • Militär-Schematismus des österreichischen Kaiserthums, K. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1848

Einzelnachweise

  1. http://archive.org/stream/militrschematis02unkngoog/militrschematis02unkngoog_djvu.txt
  2. Kasper Nesiecki (SJ): „Herbarz Polski“, 4. Band, Verlag W. Lipski, 1839, S. 219 f
  3. http://www.oesta.gv.at/DocView.axd?CobId=23130
  4. J. Hirtenfeld, Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, 14. Teil, Verlag der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1857, S. 1489-1895
  5. Friedrich Steger: „Ergänzungs-Conservationslexicon der neuesten Zeit auf das Jahr 1857/58“, Band 13 – Ergänzungsblätter-Verlag, Leipzig – Meißen 1846, S. 71
  6. Gunther Erich Rothenberg: „The Army of Francis Joseph“, Paperback Ed., Purdue University Press, USA 1998, S. 26, 34
  7. a b Joseph Strack: „Die Generale der österreichischen Armee - Nach k. k. Feldacten und andern gedruckten Quellen“, Druck und Verlag Joseph Keuck und Sohn, Wien 1850 S. 113 ff
  8. http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_G/Gorzkowski-Gorzkow_Karl_1778_1858.xml