Karl Kotratschek

Karl Kotratschek

Karl Kotratschek (* 24. Oktober 1914 in Wien; † 4. Juli 1941 in Afrika gefallen) war ein österreichischer Leichtathlet.

Karl Kotratschek belegte bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin im Dreisprung Platz 23 mit 13,15 m. 1935 war Kotratschek, für Prag startend erstmals österreichischer Meister im Dreisprung mit 14,09 m. Ab 1936 startete Kotratschek für ÖJK Wien; er konnte 1936 mit 14,11 m und 1937 mit 14,09 m seinen Titel verteidigen. Im Weitsprung war Kotratschek 1937 mit 6,90 m und 1938 mit 6,84 m österreichischer Meister. Im Dreisprung stellte Kotratschek vier österreichische Rekorde auf. Sein Rekord von 15,28 m, aufgestellt am 19. Juli 1938 in Berlin, wurde erst 1974 von Helmut Matzner übertroffen.

Dieser Rekord von 1938, welcher nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland aufgestellt wurde, war gleichzeitig deutscher Rekord. Erst 1955 wurde er von Theo Strohschnieder übertroffen. Kotratschek wurde 1938 deutscher Meister im Dreisprung mit 14,82 m. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1938 gewann Kotratschek die Bronzemedaille mit 14,73 m.

Karl Kotratschek war als Aktiver 1,84 m groß und wog 73 kg.

Karl Kotratschek hatte sich in Eichgraben (Niederösterreich) eine Aschenbahn für das Training angelegt. Diese führte am Grundstück in der Nagelbergstrasse bergauf.

Literatur

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft
  • Erich Kamper und Karl Graf: Österreichs Leichtathletik in Namen und Zahlen. Graz 1986 ISBN 3-7011-7169-6
  • Martin Kotratschek: Genealogie der Familie Kotratschek (Übernahme von Daten eines Stammbaumes des Großvaters Rudolf Fuchs)

Weblinks