Karl Meisl

Karl Meisl (* 30. Juni 1775 in Laibach; † 8. Oktober 1853 in Wien) war ein österreichischer Beamter und Dramatiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach der Matura in Laibach ging Meisl in den Staatsdienst. Er wurde Fourier und avancierte mit der Zeit zum k.k. Rechnungsführer und Feldkriegskommissär. Der Abschluss seiner Karriere war die Ernennung zum Rechnungsrat des Marinedepartement der k.k. Hofkriegsbuchhaltung. Als solcher ging er 1840 in Pension.

Meisl war - zusammen mit Adolf Bäuerle und Josef Alois Gleich - einer der wichtigsten Vertreter der Wiener Volkskomödie vor Ferdinand Raimund. Bekannt wurde Meisl aber auch durch seine Parodien und Travestien von ernsten Dramen und Opern.

1853 starb Karl Meisl im Alter von 78 Jahren in Wien.

Werke

  • Othellerl, der Mohr von Wien oder Die geheilte Eifersucht (1806)
  • Die Kroaten in Zara. Schauspiel (1814)
  • Die Heirat durch die Güter-Lotterie. Lokales Lustspiel (1817)
  • Der lustige Fritz. Märchen mit Gesang (Posse) (1818)
  • Die Entführung der Prinzessin Europa Mythologische Karikatur in 2 Akten. - Wien (1820)
  • Die Fee aus Frankreich oder Liebesqualen eines Hagestolzen. Zauberspiel mit Gesang - Wien (1822)
  • Die schwarze Frau (Parodie auf die Opéra comique La dame blanche von Boieldieu für das Theater in der Josefstadt 1826)
  • Moisasura's Hexenspruch (1827, Parodie auf F. Raimunds Moisasur). Neudruck (Text mit Kommentar), hrsg. R. Reutner. Wien: Lehner 1998. (Raimund-Almanach 1, 1998) - ISBN 3-901749-03-9

Literatur

Weblinks