Karl Schörghuber

Karl Schörghuber (2009)

Karl Peter Schörghuber (* 24. April 1949 in Wels, Oberösterreich) ist ein österreichischer Stadtentwickler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Karl Peter Schörghuber wurde als Sohn von Zivilingenieur für Hoch- und Tiefbau des Diplomingenieurs Karl Alois Schörghuber aus Wien und Hildegard Schörghuber, geborene Starke aus Karlsruhe, geboren. Schörghuber stammt aus der adeligen Familie „Edler von Nagy“, ansässig in Nagymegyer bei Doborgaz, die im zweiten Türkenkrieg im 17. Jahrhundert als Unterstützer der Habsburg - Monarchie geadelt wurde. Seit Generationen wurde immer der erstgeborene Sohn „Karl“ (vorher „Caroly“) getauft und durch den zweiten Namen – wie hier „Peter“ signalisiert welcher Karl das war.

Im Juni 1968 maturierte er an der Realschule in Linz noch in der alten Lehrfassung mit Französisch ab der ersten Klasse und Schwerpunkt in der Mathematik, darstellender Geometrie, Chemie und Physik. Er absolvierte das Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften vom binnen 8 Semester 1968 bis 1972 und schloss 1975 das Studium mit der Dissertation „Faktorenanalyse einsetzbar für die Berechnung von Kaufkraft in der Region“ zum Doktor. rer. soc.oec. ab. Ab 1. Dezember 1968 war er neben seinem Studium Mitarbeiter der Handelskammer Oberösterreich in Linz; dann Leiter der Statistik in der wirtschaftspolitischen Abteilung von Dr. Albert Leibenfrost, dem späteren Wirtschaftslandesrat in Oberösterreichs Landesregierung.

Nach dem Studienabschluss erfolgte der Wechsel als Productmanager in die Markenartikelindustrie und 1976 zur Raiffeisen-Zentralkasse in Linz. Er stieg auf zum Marketingleiter, der neben dem Bankmarketing zehn zu Raiffeisen gehörende bzw. in deren Einfluss stehende Unternehmen betreute. Dazu zählte der Aufbau der Skiregion Dachstein West von der Gosauer Skiliftgesellschaft zum Tälerverbund mit 35 Liften und der Profilierung von Gosau zur Nummer Eins im Wintertourismus in Oberösterreich; der Aufbau und die Entwicklung von Hydrosan, sowie die Mithilfe bei der Umstrukturierung der Efko – Sauergemüsefabrik.

Seit 1983 ist er gewerblich mit dem „Marketing-Service“ in Linz selbständig und seit 1998 bekannt als „Schörghuber & Partner Unternehmensberatung“. 1987 begann in Österreich die erste Beratung in Richtung Stadtmarketing und Citymanagement in Österreich in Vöcklabruck. Heute zählt Schörghuber zu den bekannteren Stadtentwicklern deutschen Sprachraum. 1994 wurde er dann als EU-Berater akkreditiert und gründete 1999 die gemeinnützigen Vereinigung Infrapool als Sprachrohr für die Innenstadt und Stadtviertelzentren versus Grüne Wiese. Infrapool war Veranstalter dutzender Tagungen mit dem Schwerpunkt Innerstädtischer Bereich zu dem er auch den ersten Lehrgang für Stadt- und Standortmarketing im deutschen Sprachraum anbot.

1999 erfolgte die Eintragung in die Liste als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger am Landesgericht Linz (zuständig für 91.05 Betriebsberatung; 91.20 Wirtschaftswerbung; 91.90 Verschiedenes: Marktforschung und Marketing).

Im Jahr 2000 erfolgte erstmals national die Erhebung der Wochen-Fußgängerfrequenz in Innenstädten Österreichs als Kennzahlenerhebung. Ebenso gelang 2000 erstmals die Entwicklung einer der modernsten Erhebungen der Kaufkraftströme nicht nur - wie bis dahin üblich - des Handels sondern auch der immer wichtiger werdenden Gastronomie und Dienstleistungen dar. Bis heute hat die Gruppe Schörghuber in jeder dritten Stadt in Österreich und darüber hinausgehend in Deutschland und Italien Aufträge unterschiedlichster Art in der Stadterneuerung und Stadtmarketing erfüllt.

Schörghuber war ab 2002 Aufsichtsratsvorsitzender der Klagenfurt Marketing GesmbH um das Stadtmarketing für die Landeshauptstadt Klagenfurt aufzubauen. 2003 Lektor an der Universität Krems im Lehrgang „Real Estate“. Ebenso von 2003 an ist Lehrbeauftragter für die Standortlehre sowie Betreuer von Diplomarbeiten an der Fachhochschule Wien der Wiener Wirtschaftskammer; derzeit: Master Immobilienmanagement.

Privat

Karl Schörghuber war in der Jugend begeisterter Tennisspieler und brachte es bis zur Nummer Fünf in Oberösterreich, spielte in der Staatsliga beim Union Linzer Tennisverein in Linz und gewann mehrere Preise bei Jugend-Tennisturnieren.

Am 29. März 1969 heiratet er seine Klassenkameradin Beatrice Schörghuber (geborene Nisslmüller). Seit 1980 wohnt Schörghuber mit Beatrice Schörghuber im Zaubertal bei Linz. Er hat drei Töchter und 7 Enkelkinder.

Auszeichnungen und Ehrungen

Literatur

  • Stadtmarketing. Baugesetze für die neue Attraktivität; Linz, im Eigenverlag, 1995, 752 S.
  • Standortmarketing. Erkennen und Nutzen von Standortchancen: Vom Einzelstandort bis zur ganzen Stadt; Linz, im Eigenverlag, 2000, 1008 S.
  • Stadterneuerung. Sex in die City statt tote Hose; Linz, im Eigenverlag, 2007, 452 S.

Weblinks