Karl Schnell (FPÖ)

Karl Schnell 2012

Karl Schnell (* 7. April 1954 in Flachau) ist ein österreichischer Arzt und Politiker. Schnell ist Landesparteiobmann und Landtagsabgeordneter der Freiheitlichen Partei Österreichs in Salzburg sowie seit April 2005 Stellvertreter von FPÖ-Bundesobmann Heinz-Christian Strache.[1]

Biographie

Karl Schnell maturierte 1973 am Bundesrealgymnasium Zell am See und promovierte 1980 an der Universität Wien zum Dr med. Von 1985 bis 1992 besaß Schnell eine Arztpraxis in Hinterglemm.

Schnell wurde 1991 zum Generalsekretär der FPÖ ernannt, 1992 wurde Schnell Landesparteiobmann der FPÖ Salzburg, von 1992 bis 1997 war er Mitglied der Salzburger Landesregierung. 1997 wurde Schnell durch einen Misstrauensantrag aus der Regierung gewählt.[2]

Bekannt wurde er im Rahmen der Folgen der im Mai 2000 von Hilmar Kabas ausgelösten Hump-Dump-Affäre, als er auf einer Parteiveranstaltung im November 2000 in Hinblick auf eine Aussage Kabas' über den damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil sagte: „Lump ist da eigentlich ein harmloser Ausdruck. Wir alle kennen diesen Ausdruck. Lumpi nenn i mein Hund - des is a netta, liaba Falott.“ Im Juli 2001 wurde er deswegen (nach Aufhebung seiner Immunität als Landtagsabgeordneter) vom Landesgericht Wien zu einer Geldstrafe von 100.000 österreichischen Schilling (rund 7200 Euro) verurteilt, das Oberlandesgericht Wien bestätigte das Urteil im Dezember 2001.

Am 21. Juni 2008 trat Schnell in Vertretung von Heinz-Christian Strache auf einem Kongress der rechtsradikalen deutschen Partei Die Republikaner auf. Unter den anderen Rednern war Filip Dewinter, Vorsitzende der rechtsextremen flämischen Partei Vlaams Belang[3] Schnell äußerte sich, dass so genannten Rechtsparteien der Mitte wie CDU, CSU und ÖVP schuld daran seinen, dass der Schwarzafrikaner in Lederhose in München als Kellner die Maß Bier bringen.[4]

Karl Schnell blieb nach der Abspaltung des BZÖ von der FPÖ mit seiner Landesgruppe in der FPÖ. Schnell ist verheiratet und hat drei Kinder.[2]

Schnell leitet mit seiner Familie das 4-Sterne Hotel "Glemmtalerhof" in Saalbach-Hinterglemm, das am 25. Dezember 2011 großteils abgebrannt ist. Knapp ein Jahr später wurde es komplett saniert wieder eröffnet.[5][6]

Quellen

  1. FPÖ - Die neue Führungsriege in Kurzbiografien, Salzburger Nachrichten vom 22. April 2005
  2. a b Biographie Schnells in den Salzburger Nachrichten
  3. . http://www.salzburg.com/nwas/index.php?article=DText/gy5r1zq4mhzkgvuzzuehuck&img=&text=&mode=&section=thema%20wahl09&channel=thema&sort=
  4. http://salzburg.orf.at/stories/335849/
  5. 140-Betten-Hotel nahezu ausgebrannt
  6. http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/nach-grossbrand-glemmtalerhof-wird-wiedereroeffnet-37100/

Weblinks