Karl Steinhardt

Karl Steinhardt (* 1. August 1875 in Gyöngyös; † 21. Jänner 1963 in Wien) war ein österreichischer Buchdrucker und Politiker (KPÖ). Steinhardt war zwischen 1945 und 1949 Amtsführender Stadtrat, Wiener Landtagsabgeordneter und Mitglied des Gemeinderats und zwischen 1945 und 1946 Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter in Wien.

Steinhardt war gelernter Buchdrucker und schloss sich bereits 1891 den Sozialdemokraten an. Er ging nach Deutschland, kehrte jedoch 1931 wieder nach Wien zurück. Er schloss sich 1916 eine kommunistischen Gruppierung an und gehörte 1918 zu den Mitbegründern der Kommunistischen Partei Österreichs. Nach einer Zeit in Moskau kehrte Steinhardt wieder nach Österreich zurück und wurde 1938 von den nationalsozialistischen Machthabern verhaftet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nominierte die sowjetische Besatzungsmacht Steinhardt für die Kommunalpolitik und, der in der Folge am 17./18. April 1945 Amtsführender Stadtrat für Ernährungswesen, Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter in der Landesregierung Körner I wurde. Nach der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 1945 büßte Steinhardt mit dem 14. Februar 1946 seine Ämter wieder ein, nachdem die KPÖ nur 6 von 100 Mandate erzielt hatte. Er blieb jedoch bis 5. Dezember 1949 Gemeinderat und Abgeordneter zum Landtag, ein Amt das er seit dem 13. Dezember 1945 bekleidet hatte.

Nach seinem Tod wurde Karl Steinhardt auf dem Neustifter Friedhof (Gruppe E, Nr. 15) bestattet.

Literatur

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 5, Wien 1997
  • Magistrat der Stadt Wien (Hrsg.): Der Gemeinderat der Stadt Wien, der Wiener Landtag, der Wiener Stadtsenat, die Wiener Landesregierung 1945–1985. Wien 1986