Karl Wieghardt (Mathematiker)

Karl Wieghardt (vollständiger Name: Karl Friedrich Daniel Wieghardt; * 21. Juni 1874 in Bergeborbeck bei Essen; † 10. Juni 1924 in Dresden) war ein deutscher Mathematiker und Mechanikprofessor.

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Leben und Wirken

Wieghardt studierte Maschinenbau und dann Mathematik in Göttingen, wo er 1903 bei Felix Klein promoviert wurde. Im Jahr 1904 habilitierte er sich an der TH Aachen, wo er kurz Privatdozent war. Im Jahr 1906 wurde er außerordentlicher Professor für Technische Mechanik in Braunschweig. Ab 1907 war er Professor für Höhere Mathematik und Mechanik an der TH Hannover, ab 1911 war er Professor für Reine Mathematik und Statik an der TH Wien und ab 1920 war er Professor für Technische Mechanik an der TH Dresden.

Im Jahr 1907 veröffentlichte er einen der ersten Aufsätze über Bruchmechanik. Für die Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften schrieb er 1912/1914 den Artikel „Theorie der Baukonstruktionen“.

Er war in zweiter Ehe mit der Kinderbuchautorin Auguste Lazar verheiratet. Sein Sohn Karl Wieghardt (1913-1996) war später Physik-Professor in Hamburg (Verfasser der Theoretischen Strömungslehre, Teubner).[1]

Werke (Auswahl)

  • 1907: Über das Spalten und Zerreißen elastischer Körper
  • 1908: Über Spannungsverteilungen in Balken und Eisenbeton
  • 1915: Über einige einfache, aber weniger bekannte Sätze aus der Statik der Fachwerke
  • 1922: Balken auf nachgiebiger Unterlage

Literatur

  • Dorit Petschel (Bearb.): Die Professoren der TU Dresden 1828–2003. Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2003, S. 1037–1038.

Einzelnachweise

  1. Bettina Gundler: Technische Hochschule, Bildung, Staat und Wirtschaft, 1991, S. 167.