Karl Wilhelm von Dieskau

Karl Wilhelm von Dieskau (* 9. August 1701 in Dieskau bei Halle an der Saale; † 14. August 1777 in Berlin) war ein preußischer Generalleutnant und Generalinspekteur der Artillerie.

Dieskau trat 1721 in die preußische Artillerie. Er nahm an zwölf Feldzügen, zehn Schlachten und neun Belagerungen teil. Am 9. Juli 1752 zeichnete Friedrich der Große den Major von Dieskau durch den Orden Pour le Mérite aus und übergab ihm eine prächtige Tabaksdose.

Er wurde 1755 zum Oberstleutnant ernannt, 1757 schließlich Oberst und Generalinspekteur der Zeughäuser und des gesamten Artilleriematerials. In dieser Stellung war er während des Siebenjährigen Krieges tätig, wo ihm die Vorbereitung und Ausführung aller auf den Ersatz der Bewaffnung, Ausrüstung und Munition bezüglichen Maßregeln übertragen war.

Dieskau wurde 1768 Generalleutnant und Ritter des Schwarzen Adlerordens. Er konstruierte auf Befehl Friedrichs des Großen einen Typ leichter Kanonen. Zwischen 1754 und 1771 waren neun Modelle, durchweg Kammergeschütze, in der preußischen Artillerie eingeführt worden.

Karl Wilhelm von Dieskau starb am 14. August 1777 in Berlin.

Literatur