Karl Wolfgang Scheiber

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Karl Wolfgang Scheiber (* 4. November 1921 in Stanzach; † 4. Februar 2012) war ein österreichischer Autor, Mundartdichter und Regionalpolitiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Als Sohn des Oldenburgischen Oberjägers Ludwig Scheiber und seiner Frau Anna (geb. Doser) in Stanzach (Lechtal/Tirol) geboren, besuchte er nach Volks- und Hauptschule die Oberrealschule in Innsbruck. Er schrieb zwei utopische Romane, deren Einnahmen die finanzielle Grundlage für den Aufbau einer Teppichweberei in Stanzach bildeten. Die Weberei bestand bis 1998 und konnte ihre Produkte in Mitteleuropa verkaufen.

Er war Teilnehmer am Zweiten Weltkrieg und wurde 1946 aus der Gefangenschaft entlassen. Karl Paulin lud ihn zur Mitarbeit bei Radio Tirol und bei der Tiroler Presse ein. Er brachte im "Selbstverlag" eine Märchen-Schallplatte heraus und organisierte für Radio Tirol zahlreiche Veranstaltungen mit Mundartgedichten. Verdient machte er sich um das Außerfern durch seine Pflege der Mundart.

Regionalpolitik

Er setzte sich unermüdlich für das Selbstbestimmungsrecht Südtirols ein. 1957 gründete er eine Partei, die „Freie Tiroler Heimatliste“. Ab 1965 war er Landes- und ab 1970 Bundesobmann des Bergiselbundes. In dieser Funktion wurde er 1979 vom damaligen UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim in New York empfangen. Für Italien erhielt er deswegen ein ständiges Einreiseverbot. 1966, nach dem Zusammenschluss der Südtirolerverbände zur „Union für Südtirol“, war er deren geschäftsführender Obmann. Von 1962 bis 1965 war er Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Stanzach und verlegte seine Hauptaktivitäten ins Tannheimer Tal. 1970 gründete er für Werbezwecke den Talschaftsverband. In seiner 15-jährigen Tätigkeit führte er dort internationale Polarhundeschlittenrennen und Deltaflugveranstaltungen ein.

Romane

  • Turbinen heulen auf. 1948.
  • Mit Erhard Sauerer: Im All verschollen. 1947.

Weblinks