Karl von Banhans

Karl (Freiherr von) Banhans (* 12. Juni 1861 in Kloster, Böhmen; † 15. Juni 1942 in Wien) war österreichischer Jurist und Politiker.

Werdegang

Banhans kam als Sohn des cisleithanischen Beamten und Politikers Anton von Banhans, der 1871–1875 als k.k. Handelsminister auch für das Eisenbahnwesen zuständig war, zur Welt. Er studierte am Wiener Schottengymnasium und an der Universität Wien. Ab 1. Jänner 1907 war er im k.k. Eisenbahnministerium Leiter der für die verstaatlichte Kaiser Ferdinands-Nordbahn an diesem Tag neu eingerichteten k.k. Nordbahndirektion; die Nordbahn war die wichtigste Bahn der Monarchie.

Am 23. Juni 1917 wurde er von Kaiser Karl I. auf Vorschlag von Ministerpräsident Ernst Seidler von Feuchtenegg, der sein Amt am gleichen Tag antrat, zum kaiserlichen Eisenbahnminister berufen und blieb dies auch unter den folgenden zwei Ministerpräsidenten bis zur Enthebung des letzten kaiserlichen Kabinetts am 11. November 1918.

Mit dem In-Kraft-Treten des am 3. April 1919 beschlossenen Adelsaufhebungsgesetzes fiel Banhans' Freiherrentitel weg.

Die Republik Österreich bestellte ihn bis 1930 als Präsidenten der Verwaltungskommission der Österreichischen Bundesbahnen, die die im neuen Staat liegenden Strecken der k.k. Staatsbahnen betrieb.

In Strasshof an der Nordbahn unweit von Wien besteht eine Banhansgasse.

Literatur

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie - München [et al.] : Saur, 1995-1999