Karl von Brandenstein

Karl Herman Bernhard von Brandenstein (* 27. Dezember 1831 in Potsdam; † 17. März 1886 in Berlin) war ein preußischer General.

Leben

Brandenstein wurde im Kadettenkorps erzogen und trat 1849 als Fähnrich (Portepeefähnrich) in das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 ein. 1855 bis 1858 besuchte er die Allgemeine Kriegsschule und tat während dieses Kommandos Dienst beim Feldartillerie-Regiment „von Podbielski“ (1. Niederschlesisches) Nr. 5 und beim Garde-Pionierbataillon. 1862 wurde er Lehrer an der Kriegsschule in Potsdam, im Jahr darauf kam er als Generalstabsoffizier zur 16. Division.

Nachdem er im Dezember 1865 zum Generalstab des VIII. Armee-Korps versetzt worden war, machte den Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 beim Oberkommando der Elbarmee mit und wurde zum Major befördert. Nach Beendigung des Krieges war er Generalstabsoffizier bei der großherzoglich-hessischen Division und trat im Juni 1868 in den Großen Generalstab ein.

In Vorbereitung des Deutsch-Französischen Krieges erarbeitete Brandenstein die Pläne für die Eisenbahnabteilung im Generalstab. Seinem organisatorischen Geschick ist es zu verdanken, dass die deutschen Truppen mit großer Schnelligkeit an der Grenze zu Frankreich aufmarschieren konnten. Im Juli 1870 wurde Brandenstein zum Oberstleutnant befördert. Während des Krieges blieb er im Großen Hauptquartier und war einer der engsten Mitarbeiter des Generalfeldmarschalls Moltke. Im Mai 1871 ernannte man ihn zum Chef der Eisenbahnabteilung.

Am 18. Januar 1875 wurde Brandenstein zum Oberst befördert und am 15. Juni mit dem Rang und den Kompetenzen eines Brigadekommandeurs betraut. Nachdem er zum Generalmajor befördert worden war, musste er im Mai 1876 aus Gesundheitsgründen seinen Abschied nehmen. Nach Wiederherstellung seiner Gesundheit trat Brandenstein 1883 unter Beförderung zum Generalleutnant als Kommandeur der 31. Division in die Armee zurück.

Bereits am 3. November 1884 berief ihn König Wilhelm I. an die Spitze des Ingenieur- und Pionierkorps.

Karl von Brandenstein starb am 17. März 1886 in Berlin.

Quellenangaben