Karl von Portele

Karl von Portele (* 30. Juli 1856 in Mährisch-Neustadt; † 4. März 1922 in Krems an der Donau) war ein Önologe, Direktor der Weinbauschule San Michele und Retter des österreichischen Weinbaus im Ersten Weltkrieg.

Karl von Portele studierte an der Technischen Hochschule Wien Chemie und war dort Assistent. 1877 trat er in die Landwirtschaftliche Schule und Chemische Versuchsanstalt in St. Michele ein, wo er von 1899–1902 Direktor war.[1]

Als Weinbaureferent im Ackerbauministerium stand er in engster Verbindung mit den Weinbautreibenden als deren Freund und Berater. Auf seinen Einsatz geht das Weingesetz 1908 zurück, er setzte sich vehement für die Sicherstellung der Pflanzenschutzmittel Schwefel, Kupfervitriol und Schwefelkohlenstoff zur Erhaltung des Weinbaues im Ersten Weltkrieg ein. [1]

Portele hat eingehende botanische Studien über die Entwicklung der Traubenbeere und über die Geschlechtsverhältnisse der Rebblüte veröffentlicht. Sein Verdienst war auch die Einführung der Bordeauxbrühe in Österreich und die Bekämpfung der Weinzollklausel, mit der man den Export behinderte. [1]

Nach 42 Dienstjahren zog er sich nach Krems zurück. Er wurde danach zum „Wanderlehrer“, der die Interessen des österreichischen Weinbaus in Vorträgen und in der Presse des In- und Auslandes vertrat.[1]

Einzelnachweis

  1. a b c d Hans Frühwirth: Ihre Liebe galt Krems. Kulturamt der Stadt Krems. Krems 1997, ISBN 3-901664-01-9 (formal falsche ISBN)

Literatur

  • Hans Frühwirth: Ihre Liebe galt Krems. Kulturamt der Stadt Krems. Krems 1997, ISBN 3-901664-01-9 (formal falsche ISBN).
  • Karl Müller: Das Weinbau Lexikon. Parey, Berlin 1930.

Weblinks