Karlheinz Tscheliessnigg

Karlheinz Tscheliessnigg (* 24. Dezember 1946 in Graz) ist ein österreichischer Mediziner. Er ist Vorstand der Universitäts-Klinik für Chirurgie und Leiter der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie sowie Leiter der Klinischen Abteilung für Transplantationschirurgie dieser Klinik an der Medizinischen Universität Graz.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er studierte Medizin an der Medizinischen Fakultät der Karl Franzens Universität zu Graz und erfuhr eine Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie, Herzchirurgie, Intensivmedizin und Gefäßchirurgie. 1996 wurde er Nachfolger von Julius Kraft-Kinz- und führte nach Studienaufenthalten in Stanford, Pittsburgh, München und Hannover die Organtransplantation in Graz ein. 1986 startete das Herzprogramm, 1989 das Leberprogramm, 1991 das Herz-Lungenprogramm. Mittlerweile wird an dieser Abteilung die Transplantation aller soliden Organe durchgeführt. 1990 wurde von ihm die erste dynamische Cardiomyoplastie im deutschsprachigen Raum durchgeführt. 1991 erfolgte die erste Kunstherzimplantation mit einem Patienten der knapp drei Jahre an diesem Kunstherz bis zur Transplantation überlebte. Im August 1997 wurde von ihm die erste Ventrikelsynchronisation weltweit durchgeführt (InSync) und damit der erste Schrittmacher zur Behandlung der Herzinsuffizienz eingesetzt.

Als Strukturkommissionsvorsitzender führte er noch im Bereich der Medizinischen Fakultät in Graz die Strukturierung des Klinikums zum derzeitigen Stand der Kliniken und Abteilungen und war bis 2004 Vorsitzender der Professoren-Kurie der Medizinischen Fakultät an der Karl-Franzens-Universität in Graz. 2003 wurde er zum Gründungskonvent-Vorsitzenden der Medizinischen Universität ernannt und war maßgeblich an der Universitätswerdung der Medizinischen Universität beteiligt. Unter seiner Leitung wurde der erste Rektor dieser Universität gewählt. Im ersten Rektorat unter Rektor Walter war er Vizerektor für den Klinischen Bereich und vom Oktober 2007 bis Februar 2008 supplierender Rektor der Medizinischen Universität Graz.

2007 wurde von ihm auch die Leitung der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie nach Bruno Rigler übernommen. Darüber hinaus wurde im ersten Rektorat unter seiner Federführung das Projekt LKH- Universitätsklinikum 2020 eingeläutet und im Rahmen der HELP-Aktion schließlich und endlich im November 2009 durch Finanzminister Pröll genehmigt. Die Unterschrift für dieses Projekt erfolgte im März 2010, womit 478.6 Millionen Euro zur Fortführung des bereits laufenden LKH-2000 Projektes zum Ausbau und zur Modernisierung des Klinikums zur Verfügung steht. Der größte Teil dieses Projektes ist die Renovierung und der Neubau Chirurgie mit ca. 240 Millionen Euro.

Ehrungen und Auszeichnungen

Werke

Tscheliessnigg verfasste zahlreiche Schriften,[4] darunter

  • Lehrbuch der allgemeinen und speziellen Chirurgie, Wien ; München ; Bern : Maudrich, 1998, ISBN 3-85175-688-6

Literatur

  • Mitteilungsblätter der Medizinischen Universität Graz, Studienjahr 2002/2003, ausgegeben am 20. Dezember 2002, Studienjahr 2002/2003, ausgegeben am 15. Mai 2003, Studienjahr 2002/2003, ausgegeben am 6. August 2003, Studienjahr 2007/2008, ausgegeben am 3. Oktober 2007 und Studienjahr 2007/2008, ausgegeben am 17. Oktober 2007.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.landespressedienst.steiermark.at/cms/beitrag/10140350/374565/
  2. http://www.chirurgie-ges.at/index.php?option=com_content&task=view&id=51
  3. Uni Graz, Verleihung
  4. Auszug aus Tscheliessniggs Veröffentlichungen