Kathi Hörl

Kathi Hörl Ski Alpin
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 28. März 1936
Geburtsort Saalfelden
Größe 170 cm
Gewicht 62 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom,
Abfahrt, Kombination
Verein SK Saalfelden
Status zurückgetreten
Karriereende 1960
 

Kathi Hörl (* 28. März 1936 in Saalfelden) ist eine ehemalige österreichische Skirennläuferin. Sie erreichte in den 1950er-Jahren mehrere Siege und Podestplätze in internationalen Rennen, wurde 1958 Österreichische Meisterin im Slalom und belegte im selben Jahr bei der Weltmeisterschaft in Bad Gastein den 25. Platz im Riesenslalom.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Hörl begann als 14-Jährige im Skiklub ihres Heimatortes Saalfelden mit dem Skirennsport. Sie wurde 1952 Österreichische Jugendmeisterin in Abfahrt, Slalom und Kombination[1] und kam im selben Jahr zu ersten internationalen Einsätzen. Einen ersten Top-10-Platz bei einem bedeutenden internationalen Wettkampf erreichte sie im März 1953 als Neunte in der Abfahrt der Arlberg-Kandahar-Rennen in St. Anton am Arlberg,[2] die Aufnahme in die Nationalmannschaft des Österreichischen Skiverbandes folgte. Größere Erfolge blieben zunächst aber aus und nachdem Hörl im Training der Arlberg-Kandahar-Rennen 1954 einen Beinbruch erlitten hatte[3] musste sie im Rest des Winters sowie im Großteil der folgenden Saison 1954/1955 pausieren.

Im Winter 1955/1956 gelangen der damals 19-Jährigen dann eine Reihe an Siegen und Podestplätzen, wenn auch nicht bei den international am stärksten besetzten Rennen. Sie gewann Riesenslalom und Slalom in L’Alpe d’Huez sowie eine Abfahrt in Zakopane und erreichte jeweils den zweiten Platz in den Riesenslaloms von Saalfelden und Bad Hofgastein sowie im Slalom von Chamonix, wo sie zudem – wie auch in Zakopane – Dritte der Kombination wurde. Damit gelang der Salzburgerin die Aufnahme in das Team für die Olympischen Winterspiele 1956 in Cortina d’Ampezzo, wo sie allerdings nur Ersatzläuferin war und zu keinem Renneinsatz kam.

Weitere Siege und Podestplätze folgten im Winter 1956/1957: Hörl gewann in Crans-Montana den Slalom und mit Rang zwei in der Abfahrt auch die Kombination, wurde außerderm Zweite in der Abfahrt von Villard-de-Lans, im Slalom am Puerto de Navacerrada sowie in drei Wettkämpfen am Ätna (Abfahrt, Slalom und Kombination). Bei einem der damals wichtigsten Damenskirennen, den SDS-Rennen in Grindelwald, wurde sie Vierte in der Abfahrt. In der Saison 1957/1958 blieben Podestplatzierungen in internationalen Rennen allerdings gänzlich aus, lediglich im Slalom von Abetone fuhr sie unter die schnellsten fünf. Dennoch gelang ihr die ÖSV-interne Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1958 in Bad Gastein. Sie kam dort nach einem „Aufstellungspoker“ der ÖSV-Trainer im Riesenslalom zum Einsatz, den sie mit einem Sturz an 25. Stelle beendete. Drei Wochen nach der WM wurde sie bei den Österreichischen Meisterschaften 1958 in Bad Hofgastein Österreichische Meisterin im Slalom.

Wie schon im letzten Winter gelangen Hörl auch in den nächsten beiden Jahren keine Podestplätze mehr und nur noch selten Platzierungen unter den besten fünf, etwa 1959 mit Rang vier im Riesenslalom und Platz fünf im Slalom von Innsbruck. Damit war auch die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1960 außer Reichweite und Hörl beendete im Sommer 1960 ihre Karriere.

Erfolge

Weltmeisterschaften

Siege in FIS-Rennen

  • Riesenslalom und Slalom in L’Alpe d’Huez 1956
  • Abfahrt in Zakopane 1956
  • Slalom und Kombination in Crans-Montana 1957

Österreichische Meisterschaften

Literatur

Einzelnachweise

  1. Medaillengewinne von Kathi Hörl bei österreichischen Jugendmeisterschaften. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 8. Oktober 2012.
  2. Überraschung beim Kandahar-Rennen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 14. März 1953, S. 8.
  3. Kandahar und Skifliegen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 12. März 1954, S. 8.