Kellerei Bozen

Kellerei Bozen
Rechtsform Genossenschaft
Gründung 2001
Sitz Bozen
Leitung Michl Bradlwarter (Obmann), Stephan Filippi (Kellermeister), Klaus Sparer (GF)
Branche Weinherstellung
Produkte Rot-, Rosé- und Weißwein
Website kellereibozen.com

Die Kellerei Bozen ist eine Weinbaugenossenschft in Südtirol mit Sitz in Gries, einem von fünf Stadtteilen der Landeshauptstadt Bozen. Sie ist ein Zusammenschluss der ehemaligen selbständigen Kellereien von Gries und St. Magdalena. Die rund 200 Weinbauern der Kellerei Bozen bewirtschaften ein 310 Hektar großes Weinbaugebiet in Lagen zwischen 200 und 700 Metern Höhe über dem Meeresspiegel in und um Gries, St. Magdalena, St. Justina und Leitach. Die Rotweine Lagrein und St. Magdalener sind die Leitsorten der Kellerei Bozen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Zur Entwicklung der Weingärten auch im Gebiet um die Altstadt Bozen, siehe Weinbau in Südtirol.

Keller der Kellerei in Gries

Im Jahre 1908 schlossen sich die Weinbauern in der Umgebung der damals noch selbständigen Marktgemeinde Gries in der Weinbaugenossenschaft gleichen Namens zusammen. Hauptanliegen des Zusammenschlusses der Weinbauern war es, den dort angebauten Lagrein zu veredeln und zu vermarkten. Die Geschichte der Kellereien Gries ist untrennbar mit einem Namen verbunden, Alois Puff, der ab 1930 die Führung der Kellerei als Obmann übernahm und bis zu seinem Tode im Jahr 1973 den Grieser Lagrein durch unermüdlichen Einsatz zu einer weltbekannten Sorte machte. Ebenso gründeten im Jahre 1930 achtzehn Weinbauern aus St. Magdalena, St. Justina und Leitach eine Weinbaugenossenschaft, um dem Herausforderungen des Marktes besser gewachsen zu sein und besonders gegenüber den Weinhändlern eine bessere Position zu haben. Die Leitsorte war der St. Magdalener Wein aus der Vernatsch-Traube.

In Bozen gibt es drei DOC-Lagenweine: St. Magdalener (inkl. Unterzone Klassischer), Lagrein Grieser und Bozner Leiten. Letzterer spielt heute eine untergeordnete Rolle. Auf den sandigen Böden an den warmen Hängen am Fuße des Rittens gedeiht der St. Magdalener. Der Lagrein ist in den durchlässigen, leicht erwärmbaren Schuttböden von Gries (Moritzing) und auch in Rentsch beheimatet. In den höheren Lagen, angrenzend an die Gemeinden Ritten und Jenesien, werden seit einiger Zeit vorwiegend weiße Sorten angebaut. In neuen Rebanlagen werden die Rebstöcke zumeist auf Drahtrahmen erzogen. Die traditionelle Erziehungsform der Pergel ist nur noch beim St. Magdalener (Vernatsch) und teilweise beim Lagrein typisch.

2001 schlossen sich die Kellereien Gries und St. Magdalena zur Kellerei Bozen zusammen, dem Gebot zur Bildung größerer Genossenschaften folgend. Das Ziel waren Rationalisierungseffekte in der Einkellerung und Einsparungen bei Verwaltung und Vertrieb. Die Kellerei Bozen gehört seither zu den größten Kellereigenossenschaften in Südtirol, wo insgesamt auf einer Fläche von ca. 5.000 Hektar Weinbau betrieben wird.

Bekannte Lagen, Weine und Auszeichnungen

In den letzten Jahrzehnten wurden sogenannte Höfelinien populär, in welche die Toplagen bestimmter Sorten fließen. Bei der Kellerei Bozen sind die bekanntesten: St. Magdalener "Huck am Bach", Lagrein Riserva "Taber", Merlot Riserva Siebeneich, Cabernet Riserva "Mumelter", Weißburgunder "Dellago" und Sauvignon "Mock".
Bei den Rotweinen zählt die Kellerei Bozen laut Auszeichnungen zu den Leadern in Südtirol und ist auch in Italien hoch geschätzt. Auffallend sind auch regelmäßige Nennungen bezüglich guter Preis-Leistung.[1]

Weblinks

 Commons: Kellerei Bozen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Kategorie Diskussion:Südtirol (Weinbaugebiet) - April 2011