Khälß von Khälßberg

Khälß von Khälßberg, auch Khälß Edler von Khälßberg, ist der Name eines adeligen Geschlechts, welches seit Jahrhunderten im Salzwesen tätig war. Ihr Ursprung dürfte in Hallein bei Salzburg sein, wo zwischen 1430 und 1554 eine Reihe von Kälsen als Bürger urkundlich erwähnt werden, die im Salzbergbau und Salzhandel tätig waren. In der Steiermark ist als erster des Geschlechts Conrad Khälß (1350–1439), Bergmeister zu Aussee, belegt.

Für Khälß werden in Urkunden und Schriften mehrere Schreibweisen gefunden: Khälß, Kalss, Khälsz, Khalß, Khalss, Kahls, Kahlß, Kählß, Kähls, Käls, Khaels, Khaelß, Kelz, Kehlsz, Khelz und Khälß.

Inhaltsverzeichnis

Nobilitierung

Matthias Khälß, Kämmerer und Geheimsekretär des Erzbischof Kardinal Melchior Khlesl in Wien, wurde auf Betreiben des Erzbischofs am 17. September 1612 in den Reichsadelstand erhoben und erhielt ein Adelswappen. Seinem Vetter Georg Khälß († 1619), welcher kaiserlicher Bergrichter in Eisenerz war, und dessen Familie wurden die Ehrentitel und Privilegien verwehrt. Die Familie Khälß wurde bereits von Kaiser Friedrich dem III., der von 1440 bis 1493 regierte, geadelt und erhielt seinerzeit ein Adelswappen. Am 16. Juli 1616 wurden beide Wappen vereinigt und der gesamten Familie den Namen „von Khälßberg“ verliehen.

Wappen

Wappen 1: Ein schwarzer Schild, in dessen Mitte der Länge nach mit der Spitze nach vorn gekehrt, ein Bergeisen in originaler Farbe und gelben Stil gemalt ist. Darüber ein eisenfarbener Steckhelm, beiderseits eine schwarze und weiße Helmdecke. Darüber eine königliche, goldene Heidenkrone, auf welcher nebeneinander, mit der Spitze nach vonre gerichtet, zwei schwarze Adlerflügel, jeder mit einem Bergeisen versehen, angebracht sind.

Wappen 2: Ein weißes oder silberfarbiger Schild, darin ein aufrecht nach rechts schauender, gekrönter rot- oder rubinfarbener Adler mit roter ausgestreckter Zunge, gespreizten Füßen, offenen Flügeln und Schwanz. Über dem Schild ein offener adeliger Turnierhelm, beiderseits mit roter und weißer Helmdecke und darüber eine gelb- oder goldfarbene königliche Krone. Daraus erscheinen nebeneinander fünf mit den oberen Spitzen einwärts gebogene Straußenfedern, wovon die erste, dritte und fünfte Feder rot oder rubinfarben, die zweite und vierte weiß oder silberfarben ist.

Wappen 3 (Verschmelzung beider Wappen): Auf der Brust des roten Adlers, in einem schwarzen Herzschild, ist die angeführte heidnische, goldfarbene königliche Krone, durch die das senkrecht gestellte Bergeisen mit der Spitze nach rechts schauend geht. Das Bergeisen ist in Originalfarbe. Dieses Wappen ist in der Mitte des kaiserlichen Briefes farbig gemalt. [1]

Quellen

  • Jahrbuch der Kaiserlich Königlichen Heraldischen Gesellschaft, Adelder Neue Folge, Band XXVII und XXVIII (1917/18)
  • Monatsblatt der Adler Band X (1926-1930)
  • Karl Friedrich von Frank: Standeserhebung und Gnadenakte für das Deutsche Reich und Österreichische Erbländer bis 1806, BAND III
  • Buch Ausseer Land, Franz Hollwöger
  • Österreichische Staatsarchiv Adelsbrief
  • Steirische Landesarchiv Dokumente

Einzelnachweise

  1. Khälß von Khälßberg auf edelleute.de

Weblinks

Internetauftritt der Familie Khälßberg: www.khaelssberg.at