Kindberg

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt in Österreich; für den schwedischen Pädagogen und Bryologen siehe Nils Conrad Kindberg.
Kindberg
Wappen von Kindberg
Kindberg (Österreich)
Kindberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Mürzzuschlag
Kfz-Kennzeichen: MZ
Fläche: 41,5 km²
Koordinaten: 47° 30′ N, 15° 27′ O47.50444444444415.448888888889565Koordinaten: 47° 30′ 16″ N, 15° 26′ 56″ O
Höhe: 565 m ü. A.
Einwohner: 5.465 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 131,69 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8650, 8652
Vorwahl: +43 3865
Gemeindekennziffer: 6 13 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 44
8650 Kindberg
Website: www.kindberg.at
Politik
Bürgermeister: Christian Sander (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(25 Mitglieder)
17
6
2
17 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Kindberg im Bezirk Mürzzuschlag
Allerheiligen im Mürztal Altenberg an der Rax Ganz Kapellen (Steiermark) Kindberg Krieglach Langenwang Mitterdorf im Mürztal Mürzhofen Mürzsteg Mürzzuschlag Neuberg an der Mürz Spital am Semmering Stanz im Mürztal Veitsch Wartberg im Mürztal SteiermarkLage der Gemeinde Kindberg im Bezirk Mürzzuschlag (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Ansichtskarte um 1900 mit dem Hinweis auf die Sommerfrische Kindberg
Ansicht von Kindberg vom Kalvarienberg aus 2010 im Vergleich
Kindberg mit dem Zunftbaum
Innenansicht der Kindberger Pfarrkirche
Schloss Oberkindberg

Kindberg ist eine Stadt mit 5465 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im österreichischen Bundesland Steiermark (Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Mürzzuschlag).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Kindberg liegt im Mürztal ca. 17 km nordöstlich von Bruck an der Mur und ca. 20 km südwestlich der Bezirkshauptstadt Mürzzuschlag. Im Süden befinden sich die Fischbacher Alpen und im Norden die Mürztaler Alpen, ein bewaldetes Mittelgebirge am Südfuß des nordalpinen Hochgebirges mit den Aflenzer Staritzen und der Veitschalpe.

Nachbargemeinden

Stadtgliederung

Die Stadtgemeinde Kindberg gliedert sich in die Katastralgemeinden

  • Herzogberg
  • Kindberg
  • Kindbergdörfl
  • Kindberg/Aumühl
  • Kindtal und
  • Kindtalgraben

Geschichte

Das Gebiet um Kindberg war unter den Kelten, Römern und Slawen nur dünn besiedelt. Im 8. Jahrhundert ließen sich die ersten bayrischen Siedler im Mürztal nieder. Eine intensivere Besiedlung und Rodung erfolgte im 12. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung von Kindberg um 1172 "Chindeberch"; seit dem 14. Jahrhundert Eisengewerbe, ab dem 18. Jahrhundert Sensenerzeugung. Gotische Pfarrkirche (1773-74), barockisiert; Wandmalereien 1948; von Resten einer mittelalterlichen Wehrmauer umgeben; Kalvarienberg mit Kirche (1674-86); gotisch-barocke Kirche heiliger Georg; Barockschloss Oberkindberg (vor 1680, Umbau 1773-74, seit 1980 Montan- und Heimatmuseum), Stuckdecken; Schloss Hart (1523); Gewerkenschloss Kindtal (18. Jahrhundert).

Durch den Verkehr auf der "Venedigerstraße" über den Semmering nach Wien begünstigt, erfolgte 1281 die Markterhebung durch Rudolf von Habsburg. Seit 1982 besitzt Kindberg das Stadtrecht.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Städtepartnerschaften

Wappen

Das Wappenbild geht auf eine Sage zurück, die besagt, dass ein Kind, das durch ein Hochwasser mitgerissen wurde, völlig unversehrt in Kindberg angespült wurde. Man fand es dort auf einer Wiese sitzend und mit einer Blume spielend vor.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Ende des 19. Jahrhunderts gewann der Fremdenverkehr große Bedeutung für die Region. Kindberg wurde zum bekannten Ort für die Sommerfrische.

Die Eisenindustrie, die lange Zeit das Ortsbild von Kindberg und der Region prägte, entwickelte sich aus einem Hammerwerk in Aumühl, das heute zur VOEST-ALPINE AG gehört. Um die wirtschaftlichen Probleme in der Eisenindustrie Ende des 20. Jahrhunderts zu kompensieren, war man bestrebt vermehrt Betriebe der elektronischen Industrie anzusiedeln.

Verkehr

Kindberg liegt an der Semmering Schnellstraße (S6) und an der Südbahn, welche die Verkehrsanbindung an den Wirtschaftsraum in Niederösterreich bzw. Wien im Nordosten und an Italien und Slowenien im Süden bilden.

Bildung

In der Stadt Kindberg existiert eine Volksschule. Ebenso hat Kindberg zwei Hauptschulen, die Jakob Eduard Schmölzer Hauptschule und die A. Musger Hauptschule, die sich jeweils im gleichen Gebäudekomplex befinden.[1] Das Bundesoberstufenrealgymnasium (kurz BORG) bietet am Ort die Matura an.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Oberhammer (* 10. April 1879, später Oberösterreichischer Politiker und Wiener Bankdirektor)
  • Anton Weber (* 5. November 1878, später Wiener Politiker)
  • Peter Graf (* 18. Januar 1886, Bürgermeister der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt von 1952 bis 1957)

Literatur

  • Rudolf Schlaipfer: Die Aumühl. Geschichte und Geschichten eines obersteirischen Industriestandortes und seiner Bevölkerung. Eigenverlag, Kindberg 1991.
  • Karl Schöberl, Gerhard Schuller: Kindberg 1232-1982. Vom alten Markt zur jungen Stadt. Stadtgemeinde Kindberg, Kindberg 1982, (Teil A: Kindberg in historischer Schau von Karl Schöberl; Teil B: Das Kultur- und Vereinsleben in Kindberg).
  • Karl Schöberl: Kindberg. Vom Anbeginn bis 1918. Eigenverlag, Kindberg 2008.

Sonstiges

Kindberg wurde 2003 zur schönsten Blumenstadt Europas gewählt.

Weblinks

 Commons: Kindberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweis

  1. [1] Informationsseite der Schule zur Chronik, Stand: 26. Juni 2010