Klaramaria Skala

Klaramaria Skala[1], oft fälschlich als Klara Maria Skala geführt, (* 30. Januar 1921 in Wien) ist eine österreichische Schauspielerin.

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Leben

Skala begann zunächst ein Studium der Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. 1940 debütierte sie als Schauspielerin in ihrer Heimatstadt, wo sie in den Folgejahren an verschiedenen Bühnen tätig war: Von 1946 bis 1948 an Eugen Herbert Kuchenbuchs Theater der Stephansspieler und von 1947 bis 1949 am Theater Die Insel. 1952 wechselte sie nach Berlin. Dort spielte sie sowohl im West- als auch im Ostteil der Stadt vom Theater am Kurfürstendamm über das Renaissance-Theater bis hin zum Deutschen Theater. Sie verkörperte Rollen wie die „Julia“ in Max Frischs chinesischer Mauer und die „Claudine” in Molières George Dandin.

Ab 1942 war Skala auch als Schauspielerin für Filmproduktionen tätig. 1942 spielte sie unter der Regie von Willi Forst im Operettenfilm Wiener Blut, einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Filme der Zeit des Nationalsozialismus. Im Drama Seine einzige Liebe verkörperte sie Franz Schuberts Jugendliebe Therese Grob. Zu Klaramaria Skalas weiteren Filmen zählen die DEFA-Produktion Karriere in Paris nach Honoré de Balzac und die Heinz-Erhardt-Komödie Willi wird das Kind schon schaukeln. Daneben übernahm sie Gastrollen in Fernsehserien wie Derrick, Der Leihopa, Hafenpolizei, Kriminalmuseum und Ein Mann will nach oben. In der ZDF-Serie Drei sind einer zuviel nach Barbara Noack übernahm sie die wiederkehrende Rolle der „Lehrerin Sonnenblühn“.

Überdies arbeitete sie als Synchronsprecherin und lieh beispielsweise Klári Tolnay in Frau Dery und Agi Meszaros in Um einen Fußbreit Land ihre Stimme.

Filmografie (Auswahl)

  • 1942: Wiener Blut
  • 1943: Späte Liebe
  • 1947: Seine einzige Liebe
  • 1948: Der Prozeß
  • 1948: Zyankali
  • 1949: Ein Herz schlägt für dich
  • 1951: Karriere in Paris
  • 1963: Das Ende vom Anfang
  • 1963: Don Juan kommt zurück
  • 1964: Bürger Schippel
  • 1966: Herr Puntila und sein Knecht Matti
  • 1967: Heißes Pflaster Köln
  • 1969: Van Gogh
  • 1971: Graf Luckner (Serie)
  • 1971: Willi wird das Kind schon schaukeln
  • 1977: Drei sind einer zuviel
  • 1983: Frühlingssinfonie
  • 1983: Die letzte Runde
  • 1984: Heiße Tage im Juli
  • 1990: Kaffeeklatsch

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Volker Wachter/Frank-Burkhard Habel: Das große Lexikon der DDR-Stars, S. 360.