Klausner-Gruppe

Klausner Trading International
Logo der Klausner-Gruppe
Rechtsform GmbH
Gründung 1918 in St. Johann in Tirol
Sitz Oberndorf in Tirol, Österreich
Leitung Fritz Klausner
Mitarbeiter 800[1]
Umsatz 306 Mio. Euro[2]
Bilanzsumme 366 Mio. Euro[2]
Branche Holzindustrie
Produkte Schnittholzprodukte
Website www.klausner.info

Die Klausner-Gruppe ist ein österreichisches Familienunternehmen der Holzindustrie mit Sitz in Oberndorf in Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Firmengeschichte

Die Firma Klausner Holzindustrie GmbH & Co. KG wurde 1918 in St. Johann in Tirol von Max Klausner gegründet. Im Jahr 2004 wurde als Holding die Klausner Trading International GmbH gegründet. Die Firma verlagerte im Juli 2008 ihren Firmensitz in eine neue Konzernzentrale, welche nun in der St. Johanner Nachbargemeinde Oberndorf in Tirol liegt.

Als Folge der Finanzkrise ab 2007 kam es zu einem Nachfragerückgang in der Holzindustrie, der auch die Klausner-Gruppe in wirtschaftliche Schwierigkeiten brachte. Deshalb wurden in Deutschland drei Standorte verkauft beziehungsweise geschlossen. Zum 1. Januar 2009 wurde die Produktion in Landsberg am Lech mittels "Kurzarbeit Null" zunächst vorübergehend eingestellt.[3] Am 15. Juni 2010 wurden sowohl das Werk in Landsberg wie auch dasjenige der Klausner Nordic Timber GmbH in Wismar an die russische Ilim Timber-Gruppe verkauft.[4][5] Bereits wenige Tage später wurde daraufhin im August 2010 in Landsberg die Produktion wieder aufgenommen.[6] Das niedersächsische Werk in Adelebsen, das 2006 aus einer Konkursmasse erworben wurde, musste nach einjähriger Kurzarbeit 2010 geschlossen werden.[7]

Standorte und Firmenentwicklung

Klausner Tirol

In Deutschland betreibt die Klausner Holding Deutschland GmbH zwei Werke (Kodersdorf und Saalburg-Ebersdorf) und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter[1] und ist damit neben der schwäbischen Klenk Holz AG einer der führenden Betriebe in Europa. Im Geschäftsjahr 2009/2010 (1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010) erwirtschaftete die Klausner-Gruppe einen Umsatz von 306 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2008/2009: 293 Mio. EUR).[2] Die Exportquote lag 2006 bei über 80 Prozent des Umsatzes, wobei rund 3,5 Mio. m3 Schnittholz verkauft wurden.

Von 1998 bis 2006 konnte die Gruppe die Produktionsleistung nahezu versechsfachen.[8].

Weblinks

Quellen

  1. a b http://www.klausner-group.com/index.php?article_id=222&clang=0 Angaben zur Klausner-Gruppe
  2. a b c Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2009 bis zum 30.06.2010. Klausner Holding Deutschland GmbH, 27. Dezember 2010, abgerufen am 3. Dezember 2011.
  3. http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Klausner-stoppt-die-Holzsaegen-id4711271.html
  4. http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Russen-uebernehmen-Landsberger-Klausner-Saegewerk-id7988716.html
  5. http://www.forstpraxis.de/ilim-timber-kauft-klausner-werke-wismar-landsberg
  6. http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Saegewerk-nimmt-die-Arbeit-wieder-auf-id8279946.html
  7. Niedersachsens größtes Sägewerk macht dicht. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 16. April 2010, abgerufen am 3. Dezember 2011.
  8. Siehe http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20070222_OTS0142&ch=wirtschaft/