Kleinpertholz (Gemeinde Heidenreichstein)

Kleinpertholz ist ein Ort und gleichzeitig eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Heidenreichstein im nordwestlichen Waldviertel. Die Ortschaft ist ein Reihendorf mit Waldhufenanlage und liegt westlich der Katastralgemeinde Heidenreichstein am Romaubach.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Katastralgemeinde Kleinpertholz grenzt wie folgt an die Katastralgemeinden der Stadtgemeinde Heidenreichstein: im Westen und Nordwesten an Altmanns, im Osten und Nordosten an Heidenreichstein, im Süden Wielandsberg und Seyfrieds. Kleinpertholz grenzt weiters an die Katastralgemeinde Aalfang der Gemeinde Amaliendorf-Aalfang.[1] Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde befinden sich der Edelweiher und der Kaltenbachteich. Der Romaubach fließt, von Heidenreichstein kommend, durch das Gebiet der Katastralgemeinde und gelangt anschließend nach Aalfang, wo er in den Braunaubach mündet. Der Braunaubach gehört zum Gewässernetz der Lainsitz, einem Nebenfluss der in die Nordsee entwässernden Moldau (Fluss)

Kleinpertholz liegt auf 546 m ü. A.. Die höchste Erhebung der Katastralgemeinde befindet sich im Südosten im Meinhartswald auf 563 m ü. A.

Geschichte

Skulptur "Ich bin das Haupt" im Skulpturenpark "Haupt-Platz"

Ortsname leitet sich vom althochdeutschen Personennamen „Perthold“ ab.

Kleinpertholz wurde 1244 erstmals urkundlich erwähnt, wurde 1784 zur Katastralgemeinde und schloss sich 1850 mit damals 187 Einwohnern der Marktgemeinde Heidenreichstein an.

Die Ortschaft wurde zuvor von einem Dorfrichter unter der Obrigkeit und Verantwortung der Herrschaft verwaltet und hatte im Rahmen der Heidenreichsteiner Gemeindeverwaltung bis 1970 einen eigenen Ortsbesorger.

Museen, Galerien

In Kleinpertholz befindet sich die Galerie des regionalen Bildhauers Mannhard Zeh mit dem Franz Zeh Museum und dem Skulpturenpark mit Skulpturen österreichischer Bildhauer.

Der „Haupt-Platz“ ist ein Projekt mit 16 Granithäuptern in Verbindung mit dem Wort „Haupt“. Ebenfalls in Kleinpertholz befindet sich das Haus des Moores in Verbindung mit dem Heimatmuseum der Stadt Heidenreichstein.

Die Schienen der Museumsbahn des Vereins Waldviertler Schmalspurbahnen führen durch das Gebiet der Katastralgemeinde und es befindet sich dort auch eine Haltestelle.

Literatur

Erich Geppert, Karl Pichler: Kleinpertholz und Wielandsberg, in: 800 Jahre Heidenreichstein, Waldviertel - Kultur und Geschichte, Heidenreichstein 2005, S 362ff

Einzelnachweise

  1. Niederösterreich Atlas

48.86160915.107574Koordinaten: 48° 51′ 42″ N, 15° 6′ 27″ O