Klemens Vereno

Klemens Vereno (* 26. April 1957 in Salzburg) ist ein österreichischer Komponist und Universitätslehrer.

Klemens Vereno schuf ein vielfältiges Oeuvre. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Vokalmusik und auf dem Oratorium. Bekannt geworden ist er besonders durch die Oratorien, die er für das Salzburger Adventsingen schrieb.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Klemens Vereno wuchs in Salzburg auf, begann bald zu musizieren (Orff-Institut, Blockflöte, Kinderchor von Radio Salzburg, Geige) und zu komponieren. 1975 erfolgte das Abitur am Musischen Gymnasium Salzburg und danach ein Studium am Salzburger Mozarteum - Komposition bei Cesar Bresgen sowie Violine, Gesang und Dirigieren - weiteres Kompositionsstudium bei Rudolf Kelterborn (Musikakademie Basel).

Lehrtätigkeit

Seit 1978 unterrichtet Vereno an der Universität Mozarteum u. a. Orchestrierung, Vokalsatz, Tonsatz, Instrumentenkunde und Generalbass. Daneben lehrte er 1978–1985 auch am Bruckner-Konservatorium in Linz und von 2000 bis 2008 auch am Richard-Strauss-Konservatorium München. Seit 2008 ist er auch Dozent bei der Internationalen Sommerakademie Mozarteum.

Weitere Aktivitäten

Seit 1978 arbeitete er mit der Internationalen Paul-Hofhaymer-Gesellschaft zusammen und wirkte seit 1981 bei deren Konzertreihe Alte und Neue Musik als Interpret und Komponist mit. Von 1988–1993 war er Dirigent des Salzburger Adventsingens im Großen Festspielhaus. Als Juror beim Jugendwettbewerb prima la musica fungiert er seit 1999. Er war Gründungsmitglied und ist seit 2000 Vizepräsident der IG Komponisten Salzburg. Unter seiner Regie entstanden viele Initiativen wie die Salzburger Tage Neuer Orgelmusik (1998), die Gründung der Komponistenzeitung (1998), der Tag der neuen Kirchenmusik (2000) oder das Musikfest Salzburg 2002 und 2005.

Werke (Auswahl)

Seine Kompositionen erfuhren Aufführungen u. a. in Deutschland, Irland, Italien, Libanon, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Polen, Portugal, Schweiz, Tschechien, Ungarn und USA. Den Rahmen bildeten dabei Mozarteum Orchester Salzburg, Camerata Salzburg, Basler Madrigalisten, Theater der Stadt Heidelberg, St.Galler Domorgelkonzerte, Internationale Stiftung Mozarteum, ORF (Österreichischer Rundfunk), oenm (österreichisches ensemble für neue musik), Vokalquintett Berlin, u. v. a. mehr.

Werke mit Salzburgbezug

  • Wer klopfet an? Oratorium zum Salzburger Adventsingen (Text K. Vereno) (2010)
  • Tombeau für Orgel (für das Internationale Bachfest Salzburg 2008)
  • Sie haben uns a Botschaft bracht von einer stillen, heiligen Nacht Oratorium zum Salzburger Adventsingen (Text K. Vereno) (2008)
  • Londoner Skizzen für Orchester (2005) - Zweiter Satz der Viva!Mozart-Suite von acht Komponisten (Auftrag der Salzburger Landesregierung zum Mozartjahr 2006)
  • Jetzt fangen wir zum Singen an, Oratorium zum Salzburger Adventsingen (2006)
  • Machtfestmusik für Blechbläserquintett und Streichorchester (2003) zum 350.Todestag des Gründers der Universität Salzburg, Erzbischof Paris Lodron
  • Salzburger Domsinfonie für fünf Orgeln und Orchester (1995/96) (auch Fassung mit drei Orgeln)
  • Traum und Spiegel – Metamorphosen über eine Neuntonreihe aus Mozarts Don Giovanni für vier Hörner (1994) zur Grundsteinlegung für die Wiedererrichtung des Mozart-Wohnhauses am Salzburger Makartplatz
  • Paracelsus-Musik für sechs Solostimmen und sechsstimmigen Chor (Frank Geerk) (1993) zum 500.Geburtstag des Theophrastus von Hohenheim (Paracelsus)
  • Sonst bliebe es ein Traum, Oratorium zum Salzburger Adventsingen (Tobias Reiser) (1989; Wiederaufführungen 1990, 1991, 1995, 2005, 2012)

Vokalwerke

  • Drei Lieder für gem. Chor a capella (Georg Trakl, Gerhart Hauptmann, Josef Weinheber) (2007)
  • Sechs Lieder nach Bruno Hillebrand für Bariton und Klavier (2004)
  • Psalmenmesse für Soli, Chor und drei Orgeln (1992 / 2002)
  • ...das Leben uns zu schenken... szenisches Passionsoratorium (K. Vereno) (2000 / 2001)
  • Mira für Vokalquintett (S.Ms.A.T.B.) (Giovanni Battista Guarino) (1997)
  • Traumgesänge für Tenor, Altus und Streichquintett (Christine Lavant) (1992)
  • Vita mortalium vigilia für Vokalquintett (S.A.T.T.B.) (Christine Lavant) (1990)
  • Der Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi für Sopran, Tenor, einstimmigen Chor und Kammerorchester (1984 / 1998)

Orchester- und Ensemblewerke

  • Fünf Szenen für Kammerensemble (2011 / 2012)
  • Sinfonia für 16 Bläser (2007)
  • Piccolissima Sinfoniettina für Kammerorchester (2002 / 2003)
  • Zweite Sinfonie; Gesänge der Ferne für Tenor und 45 Soloinstrumente nach Fragmenten von Friedrich Hölderlin (1999)
  • Kristall, ein magisches Quadrat für 12 Instrumente in 4 Gruppen (1998)
  • Musaik, MusikMosaik für 12 Instrumente (1994)

Solo- und Kammermusik

  • Sonata profonda für sechs Tuben (2007)
  • Sonatine für Violoncello und Klavier (2006)
  • Sonate für zwei Orgeln über die Gallus-Sequenz des Notker Balbulus (2004)
  • Drei Nachtstücke für Klavier (2003)
  • Fünf Haiku für Violine und Klavier (2003)
  • Kalenderblätter I – XXXVIII: Miniaturen für 1 – 2 Instrumente in unterschiedlichsten Besetzungen (2003)
  • Sonata für Trompete und Orgel (2000)
  • Invokationen, RaumKlangSzene für acht Blechbläser (1999)
  • schatten von sternen für Flöte und Gitarre (1997/98)
  • Sinai, Meditationen für zwei Orgeln (1997)
  • Pfingst-Szene für fünf Blechbläser, Orgel und Percussion (1995)
  • Fuga per Violoncello solo (1994)
  • Sonata per Violoncello e Pianoforte (1994)


Weblinks