Klosterbach (Wildbach)

Klosterbach
Der Klosterbach hat im Mittellauf einen kleinen Quarzgang freigelegt

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DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage In der Weststeiermark, Österreich, von der mittleren Koralpe nach Osten zum Lauf des Wildbaches
Flusssystem Donau
Abfluss über Wildbach → Laßnitz → Sulm → Mur → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Im Filzmoos im Mittelteil der Koralpe auf der Hebalm (Freiländer Alm)
46° 54′ 51″ N, 15° 4′ 12″ O46.91416666666715.071440
Quellhöhe 1440 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung In Klosterwinkel in den Wildbach46.89083333333315.113055555556790Koordinaten: 46° 53′ 27″ N, 15° 6′ 47″ O
46° 53′ 27″ N, 15° 6′ 47″ O46.89083333333315.113055555556790
Mündungshöhe 790 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 650 m
Länge 4,9 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 5 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
100 l/s
Gemeinden Kloster
Einwohner im Einzugsgebiet ca. 10, im Sommer (Wochenendhäuser) ca. 20

Der Klosterbach ist ein Nebenfluss des Wildbaches in der mittleren Koralpe in der Weststeiermark in Österreich.

Er entspringt im Filzmoos in der mittleren Koralpe auf der Hebalm (Freiländer Alm) und fließt zunächst nach Osten, dann südöstlich bis zur Mündung in den Wildbach, die bei dessen Flusskilometer 4 liegt. Es handelt sich um einen Wildbach mit starkem Gefälle.

Der Klosterbach liegt vollständig in der Katastralgemeinde Klosterwinkel der Gemeinde Kloster.

Nach der Josephinischen Landesaufnahme 1787 folgte seinem Oberlauf einer der alten Wege von Deutschlandsberg und Stainz auf die Hebalm und weiter nach Kärnten.[1]

vlg. Gratzen in Klosterwinkel am Hang des Schwarzkogels

Nördlich des Baches liegt der Sterzriegel.

Inhaltsverzeichnis

Örtliche Bedeutung und Geschichte

Mit einem südlich liegenden, etwa gleich starken unbenannten Nebenbach bildet der Klosterbach die Grenzen des kleinen Bergrückens, auf dem sich der Bauernhof vlg. Gratzen befindet.

Der Klosterbach wurde in der Vergangenheit manchmal als der eigentliche Hauptfluss des oberen Wildbachtales, als Oberlauf des Wildbaches, betrachtet. Mit ein Anlass kann die Lage des Klosterbaches an einer örtlich bedeutsamen Stelle (siehe Gratzen) im Vergleich zum oberen Lauf des Wildbaches in spärlicher bewohntem Gebiet gewesen sein.

Der Klosterbach kann im Sprachgebrauch und in älteren Unterlagen daher als Wildbach benannt sein. Als Klosterbach wurde aber auch der westliche Quellfluss des Wildbaches bezeichnet.[2]

Eine Untersuchung über die Geschiebeverhältnisse der Laßnitz behandelt auch die Zusammensetzung der Gerölle im Klosterbach.[3]

Die Täler von Klosterbach und Wildbach in Klosterwinkel in der josephinischen Landesaufnahme um 1790 (links unten)

Flora und Fauna

Der Klosterbach liegt nahezu vollständig in Waldgebiet (hauptsächlich Fichten, seltener Ahorne, Eschen und Birken). Einzelne Grünflächen seines Einzugsgebietes dienen der Grünlandwirtschaft und als Viehweide.

Wasserqualität

Die Wassergüte liegt bei Güteklasse I (unbelastet, praktisch Trinkwasserqualität).

Die Wasserhärte ist gering (Bereich 1-2 - weiches Wasser).

Zentrum: Einzugsgebiet des Klosterbaches, rechts davon der Sterzriegel, am Horizont li. Schwarzkogel, re. Münzerkogel

Referenzen

  1. Josephinische Landesaufnahme, Geografisches Informationssystem GIS des Landes Steiermark im Rahmen des Digitalen Atlas Steiermark. Karte wählen unter Historische Karten „Joseph. Landesaufn. 1787“.
  2. Österreichische Karte 1:25.000. Blatt 189/1 Ligist. Herausgegeben vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (Landesaufnahme) in Wien. Neuaufnahme 1947, einzelne Nachträge 1953.
  3. Gerda Woletz: Die Geschiebeverhältnisse der Laßnitz, in: Artur Winkler-Hermaden, Peter Beck-Mannagetta, Karl Bistritschan, Gerda Woletz, Karl Schoklitsch, Herbert Pichler: Wissenschaftliche Studienergebnisse der Arbeitsgemeinschaft für geologisch-bodenkundliche Untersuchungen im Einzugsbereiche des Laßnitzflusses in Südweststeiermark. Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften in Wien, mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, Abteilung 1, 149. Band, 7. bis 10. Heft (vorgelegt in der Sitzung am 27. Juni 1940). Verlag Hölder-Pichler-Tempsky Wien 1940. Seiten 247–257.