Kommandogebäude Oberst Bilgeri

Kommandogebäude Oberst Bilgeri gesehen vom Bodensee aus

Das Kommandogebäude Oberst Bilgeri (kurz Bilgeri-Kaserne oder auch Bilgerikaserne genannt) ist ein Kasernenkomplex des österreichischen Bundesheers in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz. Die Kaserne ist Sitz des Vorarlberger Militärkommandos, der Militärmusik Vorarlberg und des Kommandos des Miliz-Jägerbataillons Vorarlberg. Benannt ist das Militärgebäude nach Oberst Georg Bilgeri, einem gebürtigen Bregenzer und Pionier des alpinen Skilaufs. Derzeitiger Kommandant der Kaserne ist der Vorarlberger Militärkommandant Brigadier Ernst Konzett.

Gelegen sind die Gebäude der Kaserne direkt an der Vorarlberger Straße (L 190), welche im Bregenzer Stadtgebiet als Reichsstraße bezeichnet wird. Direkt gegenüber der Kaserneneinfahrt auf der anderen Seite der Reichsstraße verläuft die Bahnlinie zwischen Bregenz und Lindau und anschließend erstreckt sich bereits die Seepromenade des Bodensees. Wenige Meter von der Kaserne entfernt befindet sich auch der Bregenzer Hafen sowie die ÖBB-Zughaltestelle Bregenz-Hafen.

Geschichte

Die Bregenzer Kaserne etwa um 1900

Bereits im Jahr 1717 wurde Bregenz durch den Bau einer Kaserne Garnisonsstadt. Diese Kaserne befand sich allerdings noch nicht am heutigen Standort. Im Jahr 1825 wurde unweit des späteren Kasernenstandorts ein Badehaus im Bodensee errichtet, welches als Militärschwimmschule für die zu diesem Zeitpunkt in Bregenz bestehende Garnison genutzt wurde. Dieses – nicht mehr in Verwendung des Militärs stehende – Gebäude existiert auch heute noch und wird im Volksmund als „Mili“ bezeichnet.

Die Gebäude des heutigen Kommandogebäudes Oberst Bilgeri wurden im Jahr 1863, also bereits während der Donaumonarchie, errichtet.[1] Zunächst waren in der Kaserne Teile des k.u.k. Infanterieregiments Nr. 59 untergebracht.

Während des Zweiten Weltkriegs waren verschiedene Truppenteile der deutschen Wehrmacht in der Bregenzer Kaserne stationiert – unter anderem die Gebirgs-Kraftfahrabteilung 18. Nach der Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus wurden von Mai 1945 bis November 1953 verschiedene Einheiten der französischen Besatzungsarmee in Bregenz einquartiert.[2] Heute beherbergen die Kasernengebäude das Militärkommando Vorarlberg, dessen Pionierzug, die Militärmusik Vorarlberg sowie die Kommandoeinrichtungen des Miliztruppenverbands Jägerbataillon Vorarlberg. Das gesamte Kasernengelände steht aufgrund seines Alters unter Denkmalschutz.[3]

Weblinks

 Commons: Bilgeri-Kaserne (Bregenz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Übersicht des Bregenzer Stadtarchivs über die Geschichte der Stadt Bregenz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.  (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [1] [2] Vorlage:Toter Link/www.bregenz.at
  2. Militärkommando Vorarlberg: Ehemalige französische Soldaten in Vorarlberg. Bericht vom 4. Mai 2008.
  3. Vorarlberg - unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand 26. März 2010) (pdf)

47.5086111111119.7519444444444Koordinaten: 47° 30′ 31″ N, 9° 45′ 7″ O