Konkathedrale Verwandlung Christi (Varnsdorf)

Altkatholische Kirche in Varnsdorf

Die Konkathedrale Verwandlung Christi in Varnsdorf (Warnsdorf), Tschechien, ist ein neuromanisches Kirchengebäude der Altkatholischen Kirche in Tschechien.

Geschichte

Warnsdorf spielt in der Geschichte des Altkatholizismus in Österreich-Ungarn eine zentrale Rolle. In der Folge des Ersten Vatikanischen Konzils kam es durch die Ablehnung der Konzilsbeschlüsse zur Gründung von altkatholische Gemeinden in Deutschland und der Schweiz, aber auch – vor allem durch das Wirken von Anton Nittel – in Österreich. Mit den beiden Pfarrgemeinden in Wien und Ried im Innkreis gehörte die Warnsdorfer Gemeinde zu einer der ersten altkatholischen Gemeindegründungen in der Donaumonarchie.

Der Bau des Kirchengebäudes wurde im Jahre 1873 begonnen; es wurde am 27. Dezember 1874 geweiht. Ende August 1880 wurde mit dem Bau der Pfarreigebäude begonnen. Am 1. Januar 1897 erfolgte die Verlegung des Bischofssitzes von Wien nach Warnsdorf und die Erhebung der Pfarrkirche zur Kathedralkirche.

Die auf dem Altar befindliche Alabasterstatue Christi wurde von dem in Warnsdorf geborenen Bildhauer Vincenz Pilz geschaffen und im Juni 1882 in der Kirche aufgestellt. Auch das in der Kirche befindliche Relief der Huldigung der Heiligen Drei Könige stammt von Pilz.

Durch die Vertreibung der Deutschböhmen erlosch die zuvor überwiegend deutschsprachige altkatholische Gemeinde in Warnsdorf. Die nach dem Krieg führungslose Kirche wurde enteignet. Das Kirchengebäude diente in den darauf folgenden Jahrzehnten verschiedenen Zwecken (unter anderem als Kolumbarium).

Im Jahre 1995 wurde der Bischofssitz von Warnsdorf nach Prag verlegt und der Warnsdorfer Kirche der Rang einer Konkathedrale eingeräumt. Nach Beendigung der Restaurierungsarbeiten wurde der Kirche der Name Verwandlung Christi gegeben. Im Jahre 2000 wurde die Restaurierung der Vitragefenster begonnen.

Siehe auch

Weblinks

50.907514.630555555556Koordinaten: 50° 54′ 27″ N, 14° 37′ 50″ O