Koppenpass

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Koppenpass
Koppenpass.jpg
Süd Nord
Passhöhe 690 m ü. A.
Bundesland Oberösterreich Steiermark
Talorte Obertraun Bad Aussee
Ausbau Passstraße
Gebirge Nördliche Kalkalpen
Besonderheiten Talpass
Karte (Steiermark)
Koppenpass (Steiermark)
Koppenpass
Koordinaten 47° 34′ 26″ N, 13° 43′ 12″ O47.5737613.71994690Koordinaten: 47° 34′ 26″ N, 13° 43′ 12″ O

Der Koppenpass ist ein Talpass im Salzkammergut an der oberösterreichisch-steirischen Grenze und zwischen Obertraun und Bad Aussee. Durch das von der Koppentraun zwischen Sarstein und Dachstein gebildete Engtal führt die Salzkammergutbahn und eine Straßenverbindung. Im Jahr 2011 wurde zwischen Bad Aussee und Obertraun ein eigener Radweg entlang der Koppentraun errichtet.

Im Winter ist sowohl die Straße oft, als auch die Bahnverbindung gelegentlich wegen Lawinengefahr gesperrt.

Südlich des Koppenpasses in Obertraun kann die Koppenbrüllerhöhle besichtigt werden. Diese Schauhöhle ist eine riesige Karstquelle.

Geschichte

Der Koppenpass hatte als natürliche Wegtrasse entlang der Traun vor allem im Altertum eine große Bedeutung. Dieser Passübergang war Teil einer wichtigen (Salz-)Handelsroute von Hallstatt in Richtung Ennstal. Dies bezeugen zahlreiche Metallfunde vor allem aus der Spätbronze- bzw. Urnenfelderzeit (1350-800 v. Chr.) und der römischen Kaiserzeit (1.-5. Jahrhundert). Im Zuge archäologischer Ausgrabungen 2004-2007 konnte unter anderem ein mehrphasiger Siedlungsplatz mit Schwerpunkt auf der Mittel- zur Spätbronzezeit (14./13. Jahrhundert v. Chr.) und der römischen Kaiserzeit (2.-4. Jahrhundert) nachgewiesen werden.[1]

Erst als schließlich 1877 die Salzkammergutbahn, eine Bahnstrecke zwischen Stainach-Irdning über Attnang-Puchheim nach Schärding, eröffnete, gewann der Koppenpass, neben dem Pötschenpass, als Verkehrsroute und Verbindung zwischen der Steiermark und Oberösterreich wieder an Relevanz.

Weblink

Einzelnachweise

  1.  Daniel Modl: Aktuelle Ausgrabungen an einem mehrphasigen Siedlungsplatz im Koppental zwischen Bad Aussee und Hallstatt - ein Zwischenbericht. 1. März 2007, S. 3 und 9 (anisa.at, abgerufen am 10. Juli 2012).