Kranebitten

Kranebitten (Siedlung)
Kranebitten (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Stadt (I), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck (Stadt)
Pol. Gemeinde Innsbruck  (KG Hötting)
Ortschaft Hötting
Statistischer Stadtteil Hötting West
Koordinaten 47° 15′ 45″ N, 11° 19′ 42″ O47.262511.328333333333601Koordinaten: 47° 15′ 45″ N, 11° 19′ 42″ O
Höhe 601 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 1296 (2001)
Gebäudestand 239 (2001)
Postleitzahl A-6020 Innsbruck
Vorwahl +43/0512 (Innsbruck)
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Hötting-West (70101 36)
Bild
Kranebitten von der anderen Talseite aus (vorne der Flughafen, links der Inn, hinten die Mittenwaldbahn, rechts vorne die Lohbachsiedlung)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; Stadt Innsbruck[1]

Kranebitten ist ein Ort im Mittelinntal und Gemeindeteil der Stadt Innsbruck.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kranebitten liegt fünf Kilometer westlich des Stadttentrums, am linken Ufer des Inn, am Fuß der Nordkette auf Höhen um 600–750 m ü. A.. Über Kranebitten stehen der Kleine und der Große Solstein (2637 und 2541 m ü. A.), innaufwärts die Martinswand.

Kranebitten und die Häuser bergwärts, um die Haltestelle Kranebitten der Mittenwaldbahn und an der Klammstraße, bilden den statistischen Bezirk Hötting-West und gehören zum Stadtteil Hötting West. Westlich des Orts liegt die Standschützen-Kaserne Innsbruck.

Nachbarorte:

Zirl (Gem.) Nachbargemeinden Allerheiligen (Hötting)

Lohbachsiedlung (Hötting)
Völs (Gem.) Flughafen (Hötting)
Haltestelle Kranebitten, denkmalgeschützt
Kranebitten, Oberdorf

Geschichte, Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten

Kranebitten hat schon im 14. Jahrhundert bestanden.[2] Es gehörte nach der Schaffung der Ortsgemeinden 1849/50 zur Gemeinde Hötting, und wurde 1938 mit dieser nach Innsbruck eingemeindet. Kranebitten liegt heute noch etwas eigenständig außerhalb der Siedlungseinheit Innsbruck, und weist noch gewissen dörflichen Charakter auf, wenn sich auch hier schon mehrstöckige Bebauung findet. Besonders seit der Errichtung der Haltestelle der Mittenwaldbahn 1910–12 oberhalb des Ortes setzte auch dort Bautätigkeit ein. 1947 wurde der Flughafen Kranebitten auf der Ulfiswiese am Inn erbaut. Die Kaserne, benannt nach den k.k. Standschützen, wurde 1982–85 errichtet und ist heute Garnison des Stabsbataillon der 6. Jägerbrigade, der Gebirgsbrigade des Österreichischen Bundesheeres.[3]

Touristisch-wirtschaftlich bedeutend ist heute der Campingplatz Innsbruck. Trotzdem leidet der Ort zunehmend unter Strukturschwäche, und versucht sich innerhalb von Hötting West zu emanzipieren.[4]

Das gesamte Gebiet nördlich des Orts, einschließlich Kranebitter Klamm und Martinswand, gehört zum Landschaftsschutzgebiet Martinswand–Solstein–Reitherspitze; (LSG 29/1989),[5] und damit zum Naturpark und Europaschutzgebiet Alpenpark Karwendel (AT3304000, FFH und Vogelschutz).[6] Ebenfalls – besonders streng – geschützt ist die Kranebitter Innau; (SSG 44/2005), die zusammen mit der Völser Innau den letzten Rest der Innauen um Innsbruck bildet.

Denkmalgeschützt sind auch das Aufnahmsgebäude Martinswand im Hofwald westlich des Orts und einige weitere Brücken.

Literatur

  • Franz-Heinz Hye, Innsbrucker Stadtarchiv (Hrsg.): Hötting-West/Allerheiligen. Band 3 von Die Stadtteile Innsbrucks, Innsbruck 1987.
  • Klaus Lugger, Claudia Wedekind: Wohnbau sozial: Innsbruck von 1900 bis heute. Verlag Haymon, 1993, ISBN 978-385218135-6 (385-218135-6).

Weblinks

 Commons: Kranebitten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise

  1. Siehe Räumliches Bezugssystem, Referat Statistik und Berichtswesen, innsbruck.gv.at → Amt|Verwaltung → Statistiken|Zahlen; insbesondere die dort gegebenen Dokumente Räumliches Bezugssystem und Plandarstellung der Katastralgemeinden, der statistischen Stadtteile und der statistischen Bezirke
  2. Otto Stolz: Geschichte der Stadt Innsbruck. Tyrolia-Verlag, 1959, S. 435
  3. Stabsbataillon 6, bundesheer.at
  4. Infrastruktur in Kranebitten wird noch weiter ausgedünnt. In: Bezirksblätter, meinbezirk.at > Tirol >Innsbruck;
    Roland Müller: Unsere vielfältige Stadt. In: Westwind – Die Stadtteilzeitung von Hötting-West und Kranebitten, 29. März 2010.
  5. Martinswand - Solstein - Reither Spitze, tiroler-schutzgebiete.at
  6. Standard Data Form, NATURA 2000 Site code: AT3304000, tirol.gv.at (pdf)