Kremser Bank

Logo der Sparkassen  Kremser Bank und Sparkassen Aktiengesellschaft
Kremser Bank.jpg
Staat Österreich
Sitz 3500 Krems an der Donau, Ringstraße 5-7
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 202 28[1]
BIC SPKDAT21[1]
Gründung 1856
Verband Österreichischer Sparkassenverband
Website www.kremserbank.at
Geschäftsdaten [2]Vorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Daten veraltetVorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Jahr fehlt
Bilanzsumme 619,2 Mio. Euro
Mitarbeiter 138
Geschäftsstellen 11
Leitung
Vorstand Günther Graf, Christian Hager, Hansjörg Henneis
Aufsichtsrat Ferdinand Kwasnitzka (Vorsitzender), Alfred Graf, Gottfried Wieland (Stellvertreter)

Unternehmensleitung

Günther Graf

Liste der Sparkassen in Österreich

Die Kremser Bank ist eine Regionalbank in der Stadt Krems im Weltkulturerbe Wachau. Mit acht Geschäftsstellen werden mehr als 25.000 Kunden im Einzugsgebiet und auch darüber hinaus betreut. Die Kremser Bank beschäftigt 125 Mitarbeiter und gehört zu den größten Arbeitgebern im Bezirk Krems.

Eigentümer der unabhängigen Kremser Bank ist die Privatstiftung Sparkasse Krems und so die direkte Nachfolgerin der 1856 gegründeten Vereinssparkasse und ist Mitglied im Kooperations- und Haftungsverbund der österreichischen Sparkassen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1852 initiierte Dr. Ferdinand Dinstl sen., k.k. Notar, damaliger Bürgermeister der Stadt Krems, die Gründung der Sparkasse Krems. Am 24. Juli 1854 wurde die Gründung mit Auflagen bewilligt. Über ein Jahr später genehmigte das Innenministerium Statuten und Geschäftsordnung. Nach fast vierjähriger Vorbereitungszeit konnte schließlich am 2. Jänner 1856 in den Räumlichkeiten im städtischen Rathaus in Krems die „Sparkasse in Krems“ eröffnet werden und ist somit das älteste Kremser Bankinstitut.

In den ersten 25 Jahre der Sparkasse Krems prägte ein deutliches Wachstum das Unternehmen. In diese Zeit fielen die Gründung des Vorschussvereins der Sparkasse, die Betreuung einer Pfandleihanstalt, eine Münzreform, der Preußisch-Österreichische Krieg und der Börsenkrach von 1873. Durch den wachsenden Geschäftsbetrieb war die Sparkasse in dieser Zeit auch gezwungen sich räumlich zu verändern. Von 1869 bis 1938 war die Sparkasse Krems in der Oberen Landstraße beheimatet.

Die nächsten 25 Jahre standen im Zeichen des technischen und wirtschaftlichen Umbruchs. So wurde zu Weihnachten 1881 das Sitzungszimmer der Sparkasse erstmals mit Gaslaternen beleuchtet. Die Förderung kommunaler, kultureller und schulischer Belange stand im Mittelpunkt gemeinnütziger Aktivitäten. Der wirtschaftliche Umbruch bescherte der Sparkasse Krems in dieser Zeit aber auch den ersten Mitbewerb.

Politische Unruhen, eine Weltwirtschaftskrise, ständig steigende Arbeitslosigkeit und geringe Konsumkraft der Bevölkerung prägten die ersten 50 Jahre des 20. Jahrhunderts. 1942 wurden die bis dahin selbstständigen Sparkassen Mautern, Spitz und Weißenkirchen in die Sparkasse Krems eingegliedert. Am 23. Juni 1956 feierte die "Sparkasse in Krems" ihr hundertjähriges Bestehen.

Die Jahre bis 1981 standen im Zeichen der Expansion, Modernisierung und des technischen Fortschritts. So entstand unter anderem die Hauptanstalt auf der Ringstraße, die elektronische Datenverarbeitung wurde eingeführt, Liegenschaften und Eigenbesitz wurden saniert sowie fünf neue Zweigstellen ins Leben gerufen. Der erste Geldausgabeautomat in Krems wurde installiert, die Scheckkarte eingeführt und eine Reihe neuer Bankprodukte wurden entwickelt. Neue Gesetze sorgten in dieser Zeit für große Umwälzungen im Bankwesen.

Trotz zweier Wirtschaftskrisen, einer Währungsumstellung, vieler gesetzlicher Neuerungen konnte die Kremser Bank ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit bis heute bewahren. In die letzte Periode fällt der Umbau des Kremser Bank-Hauptgebäudes auf der Ringstraße.[3]

Ausgewählte Gemeinnützige Projekte

Die Kremser Bank sieht in der Weiterführung ihres Gründungsgedankens eine Investition in soziale, ökologische und ökonomische Belange. Ein Engagement, das weit über die eigentliche Geschäftstätigkeit einer Bank hinausgeht. Als regionales Geldinstitut ist die Kremser Bank eng mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld verbunden. Die Förderung kultureller, sportlicher und schulischer Vorhaben ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur der Kremser Bank.[4]

1863
Zuschuss von 7.000 Gulden für den Bau der Landes-Ober-Realschule in Krems
1898
Ankauf und Schenkung des Musikpavillons im "Neuen Park"
80.000 Kronen Zuschuss für den Bau der Kremser Tiefquellenwasserleitung
1908
Für die Ausstattung des Krankenhauses Krems werden 50.000 Kronen gespendet
Durch die Spende von 60.000 Kronen kann die Einführung des elektrischen Lichtes in Mautern ermöglicht werden.
1920
Grundschenkung für den Wetterhäuslpark im Werte von 57.500 Kronen
1999
Millionenscheck für die Gesundheitsvorsorge (IPAS Institut für Präventiv- und Sportmedizin im Krankenhaus Krems)
2003
Privatstiftung Sparkasse Krems spendet 50.000 Euro an Vereine und gemeinnützige Institutionen im Zuge der 125-Jahr-Feier der Sparkasse Spitz
2009
20.000 Euro Hochwasserhilfe für betroffene Familien aus der Wachau

Literatur und Quellennachweise

  1. a b Eintrag im Kreditinstitutsverzeichnis bei der Oesterreichischen Nationalbank
  2. 2011
  3. 125 Jahre Sparkasse in Krems
  4. 150 Jahre Sparkasse Krems – Kremser Bank und Sparkassen AG

Weblinks