Kukmirn

Kukmirn
Wappen von Kukmirn
Kukmirn (Österreich)
Kukmirn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 40,48 km²
Koordinaten: 47° 4′ N, 16° 12′ O47.07222222222216.205277777778Koordinaten: 47° 4′ 20″ N, 16° 12′ 19″ O
Einwohner: 2.011 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 49,68 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7543
Vorwahl: 03328
Gemeindekennziffer: 1 04 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kukmirn 69
7543 Kukmirn
Website: www.kukmirn.at
Politik
Bürgermeister: Franz Hoanzl (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
10
6
5
10 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
  • ÖVP: 10
  • BMK Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel: 6
  • SPÖ: 5
Lage der Marktgemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing
Bildein Bocksdorf Burgauberg-Neudauberg Eberau Gerersdorf-Sulz Großmürbisch Güssing Güttenbach Hackerberg Heiligenbrunn Heugraben Inzenhof Kleinmürbisch Kukmirn Moschendorf Neuberg im Burgenland Neustift bei Güssing Olbendorf Ollersdorf im Burgenland Rauchwart Rohr im Burgenland Sankt Michael im Burgenland Stegersbach Stinatz Strem Tobaj Tschanigraben Wörterberg BurgenlandLage der Gemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Kukmirn (ungarisch Kukmér) ist eine Marktgemeinde mit 2011 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Güssing des österreichischen Burgenlandes.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Die Orte der Marktgemeinde sind Eisenhüttl (kroat. Jezerjani), Kukmirn, Limbach[1], Neusiedl.

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Kukmér verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Kukmirn seit 1981 (durch VO 6).

Der Ortsteil Eisenhüttl (Jezerjani) zählt zum Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten. Er wurde - wie viele andere burgenländische Ortschaften - im 16. Jahrhundert von kroatischen Kolonisten neu besiedelt. Die Ortsbevölkerung war noch in der Zwischenkriegszeit überwiegend kroatischsprachig; seit der Nachkriegszeit ist der Anteil der kroatischen Volksgruppe stark rückläufig und lag zuletzt nur mehr bei rund 11 % (2001).

Am 1. Juni 2011 wurde vom Gemeinderat das vollständige Übereinkommen über den Plan der Vermögensaufteilung beschlossen und damit die Trennung der Stammgemeinde „Marktgemeinde Kukmirn“ in die neu zu bildenden Gemeinden „Limbach“ und „Kukmirn“ sowie die Stellung des Antrages an die Landesregierung auf Erlassung einer Trennungsverordnung.[2] Das Land lehnte die Trennung jedoch mit Verweis auf eine angeblich nicht gegebene nachhaltige Lebensfähigkeit der Einzelgemeinden Anfang 2012 ab.[3]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Bürgermeister ist Franz Hoanzl von der ÖVP, Vizebürgermeister Werner Kemetter von der ÖVP und Franz Wagner von der SPÖ. Amtsleiter ist Johann Hirmann.

Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 5, ÖVP 10 und BMK 6 Mandate.

Wappen

Blasonierung: Gespalten von Gold und Rot ein Apfel in verwechselten Farben.

Der Apfel symbolisiert den Obstanbau in der Region.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Walter Dujmovits (Red.): Marktgemeinde Kukmirn. Marktgemeinde Kukmirn, Kukmirn 1982
  • Martina Fischl: Familie im Südburgenland: Kukmirn und Neuberg von 1895 bis 1995. Dissertation, Universität Graz 2000
  • Stefan Geosits (Hg.): Die burgenländischen Kroaten im Wandel der Zeit. Edition Tusch, Wien 1986, ISBN 3-85063-160-5.
  • Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten in Österreich, Ungarn, Mähren und der Slowakei. BoD. 2008. ISBN 978-3-8370-4278-8.

Weblinks

 Commons: Kukmirn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Limbach/Kukmirn: Gemeindetrennung: Vermögen wird aufgeteilt ORF Burgenland, 30. Juni 2010
  2. kukmirn.at: Gemeindetrennung - Übereinkommen, Pressemeldung vom 16. Juni 2011, Zugriff am 26. August 2011
  3. orf.at - Kukmirn und Limbach: Keine Trennung