Kuno Damian von Schütz-Holzhausen

Kuno Damian Freiherr von Schütz-Holzhausen (* 15. Februar 1825 zu Camberg im Herzogtum Nassau; † 23. Juni 1883 in Bensheim) war ein deutscher Kolonist in Peru.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Schütz studierte Forstwissenschaften in Heidelberg und war seit 1844 Mitglied des Corps Nassovia Heidelberg.[1]

Nachdem er 1846 Texas besucht hatte, war er 1848 Abgeordneter der Landstände des Herzogtums Nassau.

Nach vielen Wanderungen durch Kalifornien und Mexiko gelangte Schütz 1852 nach Peru, wo er sich einer Expedition zur Erforschung des oberen Maranon anschloss.

1855 trat die peruanische Regierung unter dem Präsidenten Ramón Castilla an Schütz heran; von dem deutschen Auswandererstrom sollten innerhalb der nächsten Jahre 10.000 Personen nach Peru geleitet und in Pozuzo am Osthang der Anden, im Gebiet des oberen Amazonas, angesiedelt werden. Die Einwanderer sollten beim Bau einer Eisenbahnstrecke von Lima zum Amazonas mitarbeiten. Peru wollte eine Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik schaffen, um die Hauptstadt Lima zu einem wirtschaftlichen Zentrum zu machen. Nach langen Verzögerungen und vielen Verlusten kam 1859 die Kolonie aus Tirolern, Rheinländern und wenigen Bayern am Pozuzo zustande.

Ab 1865 lebte Schütz wieder in Deutschland.

Werke

  • Der Amazonas. Wanderbilder aus Peru, Bolivia und Nordbrasilien. 2. durchgesehene und wesentlich erweiterte Auflage. Herder, Freiburg 1895 (hrsg. von Adam Klassert)

Einzelnachweise

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 117, 117

Literatur

Weblinks