Kurt Possanner von Ehrenthal

Kurt Possanner von Ehrenthal (* 5. Mai 1898; † 28. Februar 1933) war ein österreichischer Agent im Dienst des sowjetischen Geheimdienstes.

Possanner entstammte einem österreichischen Adelsgeschlecht. 1928 trat er in Tirol der NSDAP bei. Später siedelte er nach München über. Seit 1931 war er als Selbstanbieter Agent der INO des NKWD in Deutschland. Als Abteilungsleiter in der Münchener Parteizentrale der NSDAP lieferte er vor allem Interna aus der Partei. Gleichzeitig versuchte er einen Geheimen Kanal zu Alfred Rosenberg aufzubauen.

Im April 1932 wurde er als angeblicher englischer Spion in Berlin verhaftet, musste jedoch aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen werden. Im Mai 1932 wurde er in München erneut festgenommen und aus Bayern ausgewiesen. Nachdem er für die INO-Spionage gegen die NSDAP unbrauchbar geworden war, soll er sich bemüht haben, für die Sowjets in Berlin Quellen aus Politik und Wirtschaft zu gewinnen, u.a. Adolf Hairowski.

Im Februar 1933 wurde er wegen unerwünschter politischer Tätigkeit verhaftet und beim Transport von Berlin an die österreichische Grenze erschossen.

Literatur