Kurt von Barisiani

Kurt von Barisiani

Kurt von Barisiani auch Kurt von Barisani (* 17. Oktober 1895 in Wien; † 17. November 1970 in München) war ein österreichisch-deutscher Politiker (NSDAP).

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule und der Realschule, die er mit der Matura abschloss, nahm Barisani ab 1914 als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Im Krieg, in dem er an der russischen und italienischen Front kämpfte, wurde er bis zum Oberleutnant der Reserve befördert, zweimal verwundet und wiederholt ausgezeichnet.

Nach seiner Demobilisierung im Herbst 1918 übernahm von Barisani eine Stellung als Privatbeamter und Geschäftsführer eines chemisch-pharmazeutischen Betriebes. Politisch engagierte er sich seit 1923 in der österreichischen NS-Bewegung: Nach dem Verbot der NSDAP in Österreich wurde von Barisani verhaftet.

Im März 1938, kurz nach dem „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich, übernahm von Barisani das Amt eines Brigadeführers im Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps (NSKK): In diesem wurde ihm zunächst die Führung der Motorgruppe Ostmark anvertraut. Anschließend kommandierte er von 1939 bis 1942 die Motorgruppe Thüringen. In den letzten Kriegsjahren war von Barisani beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition tätig.

Ebenfalls im März 1938 wurde von Barisani Abgeordneter des nationalsozialistischen Reichstag, dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft im Mai 1945 angehörte. Darüber hinaus war er Träger des Ehrenzeichens (Nr. 51.746). Nach Kriegsende zog er im Juli 1946 nach Lofer, bei Salzburg und verstarb 1970 in München.

Literatur

  • Joachim Lilla (Bearbeiter): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Droste Verlag, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.
  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe - Wer war was im Dritten Reich, Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1.

Weblinks