L'Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft

L'HOMME
Europäische Zeitschrift für
Feministische Geschichtswissenschaft
Fachgebiet feministische Geschichtswissenschaft
Sprache deutsch und englisch
Verlag Böhlau Verlag
Erstausgabe 1990
Erscheinungsweise halbjährlich (Juni und Dezember)
Herausgeberin Caroline Arni, Gunda Barth-Scalmani,
Ingrid Bauer, Mineke Bosch,
Susanna Burghartz, Bozena Choluj,
Christa Hämmerle, Gabriella Hauch,
Hana Havelková, Ulrike Krampl,
Margareth Lanzinger, Sandra Maß,
Claudia Opitz, Regina Schulte,
Gabriela Signori, Claudia Ulbrich[1]
Weblink www.univie.ac.at/Geschichte/LHOMME
ISSN 1016-362X
ZDB 1062220-2

L'Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft (auch L'Homme Z.F.G., kurz L'Homme) ist eine in Österreich und Deutschland erscheinende wissenschaftliche Fachzeitschrift. Sie gilt als erste deutschsprachige Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft.[2] L'Homme versteht sich als Schnittstelle verschiedener Sprach- und Wissenschaftskulturen.

Das kleinformatige Heft hat einen Umfang von etwa 140 bis oft um 180 Seiten[3]. Die Originalbeiträge werden teils auch in englischer Sprache veröffentlicht. Begleitet wird die Zeitschrift von den Buchreihen L'Homme Schriften (seit 1995) und L'Homme Archiv (seit 2003). Band 1 des 20. Jahrgangs der Zeitschrift erschien 2009 zusammen mit einem Register, das alle bis dahin erschienen Ausgaben umfasst.

Die Mitglieder des internationalen Herausgeberinnen-Gremiums leben in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien,[1] Redaktionssitz von L'Homme ist Wien. Für die Beurteilung von eingesandten Artikeln sieht die Zeitschrift ein Peer-Review-Verfahren vor.[4]

In Themenheften werden jeweils aktuelle Forschungsprobleme und Forschungsergebnisse der Frauen- und Geschlechtergeschichte vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit erörtert. Zu den Themen vergangener Ausgaben gehören unter anderem Körper, Heimarbeit, Citizenship, Glück, Soldaten, Whiteness, Alter(n) und Dienstbotinnen sowie auch der Komplex Gender & 1968. Neben den Themenbeiträgen werden Forschungsüberblicke, Interviews, Kommentare und Debatten sowie Rezensionen veröffentlicht.

Die Zeitschrift wurde 1990 unter dem Titel L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft gegründet. Mitbegründerin und Initiatorin war die 2011 verstorbene Wiener Historikerin Edith Saurer, die zudem zwei Jahrzehnte lang zu den Herausgeberinnen gehörte. Unter den ehemaligen Herausgeberinnen von L'Homme finden sich auch Heide Dienst (1/1990-1/1991), Ute Gerhard (2/1995-1/2012), Karin Hausen (2/1995-1/2012), Hanna Hacker (2/1991-1/2012) und Herta Nagl-Docekal (1/1990-1/2004).[5]

Die Zeitschrift L'Homme erhält finanzielle Förderungen durch die öffentliche Hand in Österreich.[6] L'Homme ist zudem organisatorisch eng verknüpft mit dem Institut für Geschichte der Universität Wien und dort Teil der seit 2006 bestehenden Forschungsplattform „Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte im veränderten europäischen Kontext“. Durch das Auslaufen der Finanzierung der Forschungsplattform im Jahr 2011 sahen ihre Mitglieder den Bestand der Zeitschrift L'Homme sowie des von Edith Saurer 1991 ins Leben gerufenen Archivs „Sammlung Frauennachlässe“ akut gefährdet[7] und initiierten im Frühjahr 2012 eine an die Universität Wien und das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in Österreich gerichtete (nichtoffizielle) Online-Petition zu ihrem Erhalt[8].

Literatur

  • Gabi Horak: Feministische Zeitschriften in Österreich. Feministischer Journalismus arbeitet nach anderen Qualitätskriterien. In: Lea Susemichel, Saskya Rudigier, Gabi Horak (Hrsg.): Feministische Medien. Öffentlichkeiten jenseits des Malestream. Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Taunus 2008, ISBN 978-3-89741-265-1, S. 19-31, hier: S. 28.

Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b univie.ac.at/Geschichte/LHOMME: Herausgeberinnen. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  2. Gabi Horak: Feministische Zeitschriften in Österreich. Feministischer Journalismus arbeitet nach anderen Qualitätskriterien. In: Lea Susemichel, Saskya Rudigier, Gabi Horak (Hrsg.): Feministische Medien. Öffentlichkeiten jenseits des Malestream. Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Taunus 2008, ISBN 978-3-89741-265-1, S. 19-31, hier: S. 28.
  3. Vgl. Inhaltsverzeichnisse in: univie.ac.at/Geschichte/LHOMME: L'Homme Z.F.G. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  4. univie.ac.at/Geschichte/LHOMME: Guidelines für AutorInnen. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  5. univie.ac.at/Geschichte/LHOMME: Ehemalige Herausgeberinnen von „L'Homme Z.F.G.“ seit 1990. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  6. univie.ac.at/Geschichte/LHOMME: Förderungen. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  7. univie.ac.at/Geschichte/Neuverortung-Geschlechtergeschichte: Für die Zukunft von "L'Homme. Z.F.G." und der "Sammlung Frauennachlässe" an der Universität Wien.. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  8. openpetition.de: Für die Zukunft von "L'Homme. Z.F.G." und der "Sammlung Frauennachlässe" an der Universität Wien. Abgerufen am 24. Oktober 2012.