Ladritsch

Ladritsch
Ladritschbach, Ladritscher Tobelbach, Portlerbach, Portlabach
Gewässerkennzahl AT: 81221021
Lage Vorarlberg
Flusssystem Rhein
Abfluss über Lutz → Ill → Rhein → Nordsee
Flussgebietseinheit Rhein
Quelle Ladritschertobel
47° 16′ 5″ N, 9° 51′ 9″ O47.2680555555569.85251280
Quellhöhe oberhalb 1280 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Garsella47.2258333333339.8744444444444735Koordinaten: 47° 13′ 33″ N, 9° 52′ 28″ O
47° 13′ 33″ N, 9° 52′ 28″ O47.2258333333339.8744444444444735
Mündungshöhe 735 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 545 m
Länge ca. 5 kmdep1Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/EINZUGSGEBIET_fehlt
Rechte Nebenflüsse Kammerbach
Gemeinden Blons, Laterns, Damüls, Fontanella, SonntagVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Die Ladritsch, auch Ladritschbach, Ladritsch Bach, ist ein kleines Nebengewässer der Lutz im Großwalsertal in Vorarlberg.

Inhaltsverzeichnis

Lauf und Landschaft

Die Ladritsch, am Oberlauf auch Portlerbach[1] bzw. Portlabach genannt, entsteht im Ladritschertobel, einem Kessel (Tobel) zwischen Löffelspitze und Furkajoch (in das Laternsertal) im Westen, und dem Sattel von Unterdamüls (in das Damülsertal) zwischen den Damülser Bergen und dem Glatthornstock im Westen. Die Gegend ist Gemeindegebiet von Blons, Laterns, Damüls und Fontanella. Nach dem Zusammenfluss mehrerer Quellbäche unterhalb des Portlawalds (dort auch als Ladritscher Tobelbach vermerkt), fließt sie gegen Süden. Sie bricht in einer Klamm durch den Flysch zwischen Löffelspitze und Glatthorn, und mündet nach etwa 5 km bei Garsella von rechts in die Lutz (Gemeindegrenze Blons/Sonntag).

Die L 51 Laternser Straße Rankweil – Laterns – Furkajoch – Damüls – Au passiert den Ladritschertobel hoch oben, das Flusstal selbst ist vollkommen weglos.

Blick am Furkajoch Richtung Osten über der Ladritschertobel gegen Unterdamüls am Gegenhang: rechts Portlahorn, links Glatthorn mit dem Damülser Horn genannten Vorgipfel

Zuflüsse

  • Kammerbach (rechts)

Natur

Der Ladritschbach fließt als ein wilder Gebirgsbach durch eine größtenteils noch natürliche Schlucht mit steiler Hanglage. Sein Bachbett ist meist grobschottrig, abschnittweise kommen auch große Felsbrocken und tiefe Kolken vor.

Im Großraumbiotop Ladritsch herrschen vor allem in den unteren Zonen Eiben-Buchenwäldern vor. In höheren Lagen sind dagegen sind Tannen und Fichten anzutreffen und in den Schluchten gedeihen Ahorn und Esche. Dort wo das Gelände vereinzelt sehr felsig ist, dominieren Rasengirlanden und Felsfluren.

Folgende gefährdeten Pflanzenarten sind im Latrischtal anzutreffen: Weißtanne, Eibe, Berg-Ulme, Kiel-Lauch, Allermannsharnisch, Hahnenfuß-Hasenohr, Stängellose Kratzdistel, Gelber Frauenschuh, Sumpf-Stendelwurz, Behaartes Johanniskraut, Stechpalme, Mehlprimel, Schwalbenwurz-, Purpur- und Frühlings-Enzian.

An Tieren sind besonders das Rot-, Reh- und Gamswild zu erwähnen. Auch Wasseramsel, Mauerläufer und Steinadler wurden nachgewiesen. Im Ladritschbach selbst kommt u.a. die Bachforelle vor.[2]

Einzelnachweise

  1. Vorarlberg Atlas
  2. Aktualisierung des Biotopinventars Vorarlberg, S. 23–25