Lahnsattel

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Lahnsattel
West Südost
Passhöhe 1015 m ü. A.
Bundesland Niederösterreich
Wasserscheide Terzbach → Salza Kriegskogelbach → Mürz
Talorte Terz (Gemeinde St. Aegyd) Frein an der Mürz
Ausbau Lahnsattel Straße B 23
Gebirge Mürzsteger Alpen
Profil
Ø-Steigung 5,5 % (160 m / 2,9 km) 2,2 % (151 m / 6,8 km)
Max. Steigung 17 % 11 %
Karte (Niederösterreich)
Lahnsattel (Niederösterreich)
Lahnsattel
Koordinaten 47° 46′ 30″ N, 15° 29′ 10″ O47.77515.4861111111111015Koordinaten: 47° 46′ 30″ N, 15° 29′ 10″ O

Der Lahnsattel (1015 m ü. A.[1]) ist ein Gebirgspass in den Steirisch-Niederösterreichischen Kalkalpen. Über ihn führt die Lahnsattelstraße B23. Die Scheitelhöhe liegt im Bundesland Niederösterreich.

Der Sattel verbindet das Salzatal (Hauptort Mariazell, angrenzende Gemeinde Halltal) mit dem Mürztal (siehe Mürzsteg, Mürzzuschlag) und damit ein bekanntes Fremdenverkehrsgebiet mit dem steirischen Industriegebiet der Mur-Mürz-Furche.

Die Straße hat auf der Südostseite (zur Mürz) eine Maximalsteigung von 11 %, im Westen (nach Terz in der Gemeinde St. Aegyd am Neuwalde im Halltal) hingegen 17 %. Teilweise wäre ein etwas flacherer Ausbau möglich. Nur 3 km nördlich des Passes befindet sich der Kalkgipfel des Göller-Massivs (1766 m), im Süden die Wildalpe (1523 m).

1 km östlich der Passhöhe liegt auf 958 m ü. A. eine kleine Ortschaft gleichen Namens - bereits auf der Seite zur Kalten Mürz. Die Ortschaft ist von starker Abwanderung betroffen; in den letzten 20 Jahren verlor sie fast ein Fünftel ihrer Bevölkerung. Sie ist ein günstiger Ausgangspunkt zur Ersteigung des Göllers. Im Süden des Ortes ist das Gelände flach, im Norden und Osten ziehen einige Gräben von der Südflanke des Göllers herab (Lahngraben, Hintereck- und Saugraben), die im Kaltenbachloch zusammenlaufen. Der Lahngraben erhielt seinen Namen nach der häufigen Zugbahn von Lawinen (mundartlich Lahn), denn die Region weist - ebenso wie auf der Passstraße zum Kernhofer Gscheid und rund um Mariazell - oft schneereiche Winter auf. Anfang 2006 musste die Straße wegen meterhoher Schneelage mehrmals kurzfristig gesperrt werden. Auch Lawinengefahr ist immer wieder gegeben.

Lawinenunglücke

Am 17. Jänner 1844 verschüttete eine Staublawine zwei Häuser mit insgesamt elf Personen. Nach drei Tagen konnte eine Frau lebend geborgen werden.

Am 18. Jänner 1878 ging eine 150 Meter breite Lawine vom Göller nieder, die 13 Menschen in den Tod riss und das am Sattel situierte Gasthaus Höchbauernhaus spurlos verschwinden ließ.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ÖK50