Landes-Hypothekenbank Steiermark

Landes-Hypothekenbank Steiermark AG
Logo der Bank
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2. März 1931
Sitz Graz, Österreich

Leitung

  • Bernhard Türk
  • Mag. Martin Gölles
  • Komm.-Rat Mag. Friedrich Lengger
Bilanzsumme € 5.168 Mio. EUR[1]
Branche Bankwesen
Website http://www.hypobank.at/

Die Landes-Hypothekenbank Steiermark AG ist eine österreichische Regionalbank mit Sitz in Graz. Sie betreibt derzeit Filialen in Graz, Schladming, Liezen, Judenburg, Bruck, Feldbach, Fürstenfeld, Deutschlandsberg und Leibnitz. Mit Jahresende 2010 kam sie auf eine Bilanzsumme von 5.349.308.225,51 Euro (2009: EUR 5.066.845.598,47). Zum 31. Dezember 2010 hat die Bank insgesamt 279 Personen beschäftigt. Sie befindet sich zu 75 % im Eigentum der Raiffeisen-Landesbank Steiermark und zu 25 % im Eigentum des Landes Steiermark.

Geschichte

Die Gründung einer Landes-Hypothekenbank in der Steiermark wurde erstmals 1854 gefordert, ab 1863 wurde immer wieder im Steiermärkischen Landtag darüber debattiert. Stattdessen wurden aber andere Banken gegründet, die Pfandbriefe ausstellen durften und damit langfristige und sichere Bodenkredite erst möglich machten. In anderen Bundesländern gab es hingegen schon länger Hypothekenbanken: in Niederösterreich seit 1888, in Oberösterreich seit 1890, 1895/96 folgte Kärnten, 1897 Vorarlberg, 1898 Tirol, 1909 Salzburg, 1928 das Burgenland und 1929 wurde eine Hypothekenbank in Wien eröffnet.

Am 2. März 1931 war es schließlich auch in der Steiermark soweit und eine eigene „Landes-Hypothekenanstalt“ wurde errichtet. Die neue Bank wurde vom Land Steiermark gegründet und erhielt von ihm auch ihr Startkapital in der Höhe von 50.000 Schilling. Ihr erstes Geschäftslokal hatte die Landes-Hypothekenanstalt für Steiermark im 1. Stock des Grazer Landhauses. Erster Direktor des neuen Institutes wurde Ludwig Koban, der in erster Linie Leiter der Finanzabteilung des Landes war und nebenher die Landes-Hypothekenanstalt leitete.

Mitte Mai 1932 konnte die HYPO eine Hälfte des Gassenlokales in der Herrengasse, rechts vom Eingangstor des Landhauses, in welchem bisher der Landesfremdenverkehrsfonds untergebracht war, als Kassenschalter einrichten und damit den Kassenkunden einen direkten Zugang von der Grazer Herrengasse kommend, bieten. Das erste Geschäftsjahr erstreckte sich rechnungsmäßig bis zum 31. Dezember 1932 und umfasste somit den Zeitraum vom 1. März 1931 bis Jahresende 1932, also 22 Monate. Die Bilanzsumme betrug 5,989.028,47 Schilling. Die Gewinn- und Verlustrechnung erbrachte sogar einen bescheidenen Überschuss, obwohl bereits in der ersten Gebarungsperiode die gesamten Gründungskosten von 44.903,48 Schilling abgedeckt werden konnten.

In den Jahren bis 1937 stieg die Bilanzsumme des Institutes von 5,9 Millionen Schilling auf 17,4 Millionen Schilling. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen 1938 wurde das Kuratorium aufgelöst und ein kommissarischer Verwalter eingesetzt.

1939 übersiedelte die Bank in die Radetzkystraße 15, da die neue Gauleitung ihre Räume im Landhaus brauchte. Das neue Geschäftslokal wurde aus der in Liquidation befindlichen Deutschen Vereinsdruckerei erworben. Bis heute befindet sich hier der Firmensitz.

1945 gab es auch in der Landes-Hypothekenanstalt einen Neuanfang. Statt eines kommissarischen Verwalters wurde wieder ein Kuratorium eingeführt. Erster Oberkurator wurde Josef Wallner. In den Zeiten des Wiederaufbaues erfuhr auch die Bank eine Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit. Von 1945 bis 1954 stieg der Darlehensstand von 29,7 Millionen Schilling auf 99 Millionen Schilling. Analog zum allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung Österreichs nach Kriegsende und speziell nach dem Staatsvertrag 1955 verlief auch die Entwicklung der “Landes-Hypothekenanstalt" sehr erfolgreich. In der Folge begann die “Bank" gewissermaßen aus den Nähten zu platzen, sodass eine räumliche Ausweitung erforderlich war. 1964 erfolgte darüber hinaus der Ankauf des Hauses Joanneumring 18 von der PVAng in Wien.

Mit den Jahren wuchs auch die Landes-Hypothekenanstalt. Ebenso wurde mit der Errichtung von Zweigstellen begonnen. 1971 wurde die erste Filiale beim Landeskrankenhaus errichtet. 1973 wurde das Haus Radetzkystraße 17 von der „Kammer der gewerblichen Wirtschaft“ gekauft. 1975 ändert die Bank ihren Firmenwortlaut auf „Landes-Hypothekenbank Steiermark“. Neue Filialen wurden errichtet, 1977 die erste außerhalb von Graz in Schladming. 1981 wandelte sich die Landes-Hypothekenbank zur Universalbank, anstelle von Kuratorium und Direktoren traten Aufsichtsrat und Vorstand.

1995 wurde die Landes-Hypothekenbank Steiermark in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 100 % Eigentümer blieb das Land Steiermark. 1998 verkaufte das Land 49 % seiner Anteile an die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG. 2002 übernahm diese weitere 25 % weniger einer Aktie. Seither ist die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG Mehrheitseigentümer der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG. 2003 wurde das gemeinsame RLB & HYPO Group Treasury gebildet um gemeinsame Synergieeffekte zu nutzen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Angaben laut Jahresfinanzbericht 2011. (pdf, s. 7)